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Entwicklung der Innovationsdynamik bei Ressourceneffizienztechnologien

RohPolRess - Entwicklung von Politikempfehlungen für die Weiterentwicklung und Ausgestaltung von strategischen Ansätzen einer nachhaltigen und effizienten Rohstoffgewinnung und -nutzung; Laufzeit: September 2013 - Dezember 2016
 
: Sartorius, Christian; Gandenberger, Carsten

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Volltext (PDF; )

Berlin: Umweltbundesamt, 2016, VI, 21 S.
RohPolRess-Kurzanalyse, 8
Umweltbundesamt UBA
UFOPLAN; 3713 11 104; RohPolRess
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()

Abstract
Die Erreichung der Ziele von ProgRess und der Deutschen Rohstoffstrategie ist eng an die Entstehung und Diffusion technologischer Innovationen geknüpft, die zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz in der industriellen Produktion und der Kreislaufwirtschaft beitragen. Zur Messung von Innovationsaktivitäten wird in der Innovationsforschung häufig auf Patente als Indikator zurückgegriffen, da diese einen quantifizierbaren Output von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten darstellen. Basierend auf Patentdaten lassen sich Analysen bezüglich der F&E-Dynamik in vier Bereichen anstellen, die für Strategien zur Steigerung der Ressourceneffizienz von hoher Bedeutung sind und die an unterschiedlichen Phasen des Lebenszyklus von Produkten ansetzen: Substitution, Langlebigkeit, Materialeinsparung und Recycling. Hierbei hat sich gezeigt, dass in den Bereichen Langlebigkeit, Materialeinsparung und Recycling die Patentdynamik hinter der allgemeinen Patentdynamik in den Jahren 1990 bis 2013 zurückbleibt. Dieser Befund betrifft sowohl die Situation weltweit als auch die Situation in Deutschland, wobei sich für den Bereich der Ressourceneffizienz in Deutschland seit dem Jahr 2009 wieder eine überdurchschnittliche Dynamik der Entwicklung zeigt. In Bezug auf die Summe der Patentanmeldungen in der jüngsten Vergangenheit (2011-2013) ergibt sich, dass Länder wie Japan, Deutschland und Korea einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Ressourceneffizienzpatenten aufweisen, während die USA und China in diesem Bereich im Verhältnis zu ihrer allgemeinen Innovationskraft weniger aktiv sind. Deutschland weist insbesondere in den Technologiebereichen „Langlebigkeit“, „Materialeinsparung“ und „Recycling“ einen überdurchschnittlich hohen Patentanteil auf. Im Rahmen eines Exkurses wurden für die Patente im Bereich Recyclingtechnologien weiterhin die Branchen- und Unternehmensstrukturen betrachtet. Hierbei wurde deutlich, dass sich – neben dem Maschinenbau, der in allen untersuchten Technologiebereichen eine wichtige Rolle einnimmt - auch zahlreiche weitere Branchen am Innovationsgeschehen beteiligen. Weitere Erkenntnisse sind, dass sich die Patentaktivitäten zum Teil sehr stark auf wenige Unternehmen konzentrieren und dass Großunternehmen eine wichtige Rolle im Innovationsgeschehen einnehmen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-391801.html