Fraunhofer-Gesellschaft

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Potenziale einer innovativen Stadt-Logistik in Bottrop

Ergebnisse eines Forschungsprojekts InnovationCity Logistik Bottrop
 
: Stütz, Sebastian; Siedlarek, Laura; Auffermann, Christiane
: Clausen, Uwe

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-3917696 (19 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: f59db757b4b1f44d01d98dcbc4301237
Erstellt am: 29.6.2016

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Stuttgart: Fraunhofer Verlag, 2016, 77 S.
ISBN: 978-3-8396-0996-5
Deutsch
Studie, Elektronische Publikation
Fraunhofer IML ()
Citylogistik; Lieferverkehr; Datenerhebung; Warenstrom; Warenannahme; Lagerbereich; Entsorgung; Innenstadt; Belieferung; Modell; Analyse; Anforderungen; urban & municipal planning; transport planning & policy; Logistiker; Logistikdienstleister; Städteplaner; Kommune; Handelsunternehmen; Gastronomie; Universität; Forschungseinrichtung; Verband

Abstract
Konzepte der CityLogistik standen in den 1990er Jahren besonders im Fokus. Insbesondere verknüpfte man mit diesem Begriff eine besondere Form der kooperativen, unternehmensübergreifenden Logistik im Stadtgebiet, die zu einer besonders hohen Auslastung der in der städtischen Güterverteilung eingesetzten Fahrzeuge führen sollte. Es bestand die Hoffnung, durch stärkere Verdichtung letztendlich die Anzahl durch die Stadt rollender Lieferfahrzeuge zu verringern und in der Folge wirksam Verkehrsprobleme und Umweltbelastungen reduzieren zu können. Der Begeisterung für diesen Ansatz folgte sehr bald die ernüchternde Erkenntnis, dass CityLogistik nur dann dauerhaft funktionieren kann, wenn sie auf der soliden Basis eines selbst-tragenden Geschäftsmodells steht. Viele Projekte endeten so nach Auslaufen der öffentlichen Förderung.
Aktuell werden CityLogistik-Konzepte vor dem Hintergrund beschleunigter Urbanisierung und zunehmender Fracht- und Paketaufkommen sowie spürbarer Verkehrsengpässe und durch den Straßenverkehr mitverursachter Umweltprobleme als möglicher Lösungsansatz wiederentdeckt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Forschungsvorhaben", "InnovationCityLogistik Bottrop" hatte sich daher zum Ziel gesetzt zu untersuchen, ob Bottrop für eine CityLogistik eine kritische Masse geeigneter Warenströme aufweist und ob daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell entstehen kann, das auf freiwilliger Teilnahme anstelle einer brüchigen oder erzwungenen Kooperation basiert. Nach Befragung von über 1.000 Unternehmen aus dem Bottroper Stadtgebiet, Durchführung von Tiefeninterviews und Workshops sowie verschiedener Analysen ergaben bewusst konservativ gehaltene Abschätzungen: Ja, in Bottrop ist eine sich selbst tragende CityLogistik möglich. Diese Studie zeigt abschließend auf, welche qualitativen Anforderungen diese erfüllen muss. Zwangskooperationen, Verbote oder Dauersubventionen wie in den 1990ern gehören jedoch nicht dazu.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-391769.html