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Objektiven Messung technomotorischer Fertigkeiten mittels Funkortungstechnologie

 
: Poimann, Dino; Witt, Nicolas; Völker, Matthias; Seidl, Thomas; Franke, Norbert; Lochmann, Matthias

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Volltext (PDF; )

Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft -DVS-; Univ. Erlangen-Nürnberg:
Jahrestagung der dvs-Kommission Fußball 2015. Abstractband : "Fußball 4.0 - Hightech in Training, Wettkampf und Ausbildung", Erlangen, 19.-21.11.2015
Erlangen, 2015
S.35
Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft, Kommission Fußball (DVS Jahrestagung) <2015, Erlangen>
Deutsch
Abstract, Elektronische Publikation
Fraunhofer IIS ()

Abstract
Herausragende technomotorische Fertigkeiten sind ein grundlegendes Entscheidungsmerkmal in der Talentförderung sowie bei Personalentscheidungen im Profifußball. Ein Hauptgrund hierfür liegt in der enormen Steigerung der Spielgeschwindigkeit des Fußballspiels und den herrschenden Druckbedingungen. Aktuelle Bewertungen technomotorischer Fähigkeiten basieren jedoch noch immer auf subjektiven Urteilen von Trainern oder Scouts bzw. indirekten Messungen der Merkmale (z.B. über die Zeit). Innovationen im Bereich der Low Power Electronic bieten die Möglichkeit zur objektiven, präzisen und direkten Erfassung technomotorischer Fertigkeiten. Ziel dieser Arbeit ist es an Hand exemplarischer Messreihen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten durch den Einsatz innovativer Technologien entstehen. Als Messinstrument diente das lokale Funkortungssystem "RedFIR", welches mit einer sehr hohen zeitlichen (200-2000 Hz) und räumlichen Auflösung (± 5 cm) bis zu 144 Sender simultan erfassen kann. Es wurden eine statische und eine dynamische Passübung sowie der Test des DFB zur Laufgewandtheit und zum Dribbling analysiert. Zu diesem Zweck wurde den Versuchspersonen je ein Sender (200 Hz) in der Nähe der Wirbelsäule und an jedem Fuß platziert sowie ein Ball mit integriertem Sender (2000 Hz) verwendet. Untersucht wurden die Komponenten: Verarbeitungszeit, Verarbeitungsstrecke, Passgeschwindigkeit, Passgenauigkeit, Ballführung und Ballkontakte. Es zeigt sich, dass das System Athleten in allen Komponenten signifikant differenzieren kann. Des Weiteren lassen sich signifikante intraindividuelle Unterschiede zwischen beiden Füßen und den zwei Passübungen zuverlässig detektieren. Betrachtet man die Ergebnisse, wird deutlich, dass es möglich ist, technomotorische Fertigkeiten objektiv, akkurat und direkt zu erfassen und dadurch bessere von schlechteren Spielern zu unterscheiden. Des Weiteren bieten intraindividuelle Vergleiche und die Echtzeitfähigkeit des Funkortungssystems neue Perspektiven in der Trainingsgestaltung und -überwachung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-377310.html