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Das TCR®-Verfahren - Chancen und Möglichkeiten der Effizienzsteigerung von Biogasanlagen

 
: Stenzel, Fabian; Jung, Rolf; Weger, Andreas; Hornung, Andreas

Nelles, M. (Hrsg.) ; Univ. Rostock, Professur Abfall- und Stoffstromwirtschaft:
9. Rostocker Bioenergieforum. Tagungsband : Am 18. und 19. Juni 2015 an der Universität Rostock
2015 (Schriftenreihe Umweltingenieurwesen 52)
ISBN: 978-3-86009-425-9
S.261-266
Rostocker Bioenergieforum <9, 2015, Rostock>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer UMSICHT Sulzbach-Rosenberg ()
thermo-catalytic reforming; TCR Verfahren

Abstract
Durch die geplante Novellierung der Düngeverordnung (DüV) soll die Ausbringungsobergrenze für Stickstoff auch auf Gärreste pflanzlicher Herkunft ausgeweitet werden. Dies führt zu einer Verknappung der Flächen für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern und Gärresten vor allem in Gebieten mit einer hohen Dichte an Biogasanlagen und Viehzuchtbetrieben. Dies kann wiederum zu einer Erhöhung der Kosten für die Ausbringung der Gärreste in Nährstoffüberschussgebieten führen.
Eine weitere Herausforderung für die Betreiber von Biogasanlagen ergibt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2014). Ein wesentlicher Einflussfaktor auf den wirtschaftlichen Betrieb von Biogasanlagen sind die teilweise hohen Substratkosten. Daher ist ein Hauptziel den Substrateinsatz zu reduzieren.
Durch den Einsatz des TCR®-Verfahrens (Thermo-catalytic Reforming) können die Gärreste in die Produkte Gas, Öl und Kohle umgewandelt werden. Die Verstromung des Synthesegases im BHKW führt einer Substrateinsparung von ca. 10 % bis 15 %. Die produzierte Biokohle hingegen könnte in die Bodenanwendung gehen. Durch das Nährstoffmanagement könnten die benötigten Flächen für die Gärrestausbringung um ca. die Hälfte reduziert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-374627.html