Fraunhofer-Gesellschaft

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Übertragungsnetze

 
: Ullrich, Sandra

:

Wietschel, Martin (Hrsg.); Ullrich, Sandra (Hrsg.); Markewitz, Peter (Hrsg.); Schulte, Friedrich (Hrsg.); Genoese, Fabio (Hrsg.):
Energietechnologien der Zukunft : Erzeugung, Speicherung, Effizienz und Netze
Berlin: Springer Vieweg, 2015
ISBN: 978-3-658-07128-8 (Print)
ISBN: 978-3-658-07129-5 (Online)
ISBN: 3-658-07128-1
DOI: 10.1007/978-3-658-07129-5
S.267-322
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer ISI ()

Abstract
Kabeltechnologien und Freileitungssysteme stellen elementare Bestandteile der elektrischen Energieversorgungsinfrastruktur dar. Im Wesentlichen wird die Übertragungskapazität der Leiterseile durch ihre thermische Belastbarkeit limitiert. Im Betrieb erwärmen sich Leiterseile proportional zum führenden Strom. Die Erwärmung führt zu einer materialspezifischen Ausdehnung der Leiterseile, welche in einem stärkeren Durchhang resultiert. Speziell bei Freileitungen stellt deren maximal zulässige Leiterseiltemperatur und der damit verknüpfte Durchhang der Leiterseile bzw. minimale Abstand vom Boden die wesentliche Beschränkung der Strombelastbarkeit dar. Sowohl neuartige Hochtemperaturleiterseile (HT-Leiterseile) als auch das Freileitungsmonitoring (FLM) sind eine vieldiskutierte Möglichkeit, zeitnah und unter Vermeidung langwieriger Genehmigungsverfahren den Netzbetrieb zu optimieren, und somit kurzfristig oder dauerhaft eine Erhöhung der Übertragungskapazität der bestehenden Übertragungsnetze zu optimieren [1]. Damit bieten beide Technologien die Möglichkeit, kurz- und mittelfristig eine höhere Flexibilität im Betrieb der Drehstromfreileitungen zur Verfügung zustellen. Einerseits kann damit der Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien weiterhin netzseitig unterstützt und andererseits Zeit für Forschung und Entwicklung von Stromnetzkonzepten für das zukünftige Energiesystem gewonnen werden. Allerdings kann mit FLM und HT-Leiterseilen als einzige Maßnahme ein grundsätzlicher Ausbaubedarf der Stromnetze kaum reduziert werden, da die notwendigen höheren Belastungsreserven nur zeitweise zur Verfügung gestellt werden können.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-366688.html