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Bericht Telerehabilitation 2015

Medizinische Assistenzsysteme in der Prävention, Rehabilitation und Nachsorge. Berlin, 15.10.2015
 
: John, Michael; Einhaus, Johannes; Klose, Stefan; Kock, Gerhard; Graßhoff, Tamara

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-3643763 (3.0 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: e94d19073478a24bb6d87608ceae8e06
Erstellt am: 5.11.2015


Berlin: Fraunhofer FOKUS, 2015, 144 S.
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer FOKUS ()

Abstract
Der Bericht Telerehabilitation 2015 richtet sich an Kostenträger, Ärzte und Therapeuten, die sich für aktuelle Entwicklungen bei medizinischen Assistenzsystemen in der Rehabilitation, Nachsorge und Prävention sowie deren Einsatzmöglichkeiten interessieren. Telerehabilitation als durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik unterstützte Rehabilitation kennzeichnet sich vornehmlich durch eine hohe Nutzerorientierung und einen unmittelbaren Bezug auf konkrete Behandlungs-situationen. Wegen ihres Potenzials zum sektorenübergreifenden Einsatz und zur Vernetzung der Beteiligten kann sie einen wertvollen Beitrag bei der Weiterentwicklung dieses wichtigen Teilbereichs der Gesundheitsversorgung leisten. Dies gilt insbesondere, da die Telerehabilitation auf Grund ihrer hohen Patientenorientierung die Aktivierung und das Selbstmanagement der Patienten fördert.
Neben dem Einsatzpotenzial der Telerehabilitation in der Gesundheitsversorgung werden ebenso bestehende Hemmnisse und zukünftige Herausforderungen thematisiert. Dem Leser wird ein Überblick über relevante wissenschaftliche Untersuchungen und Veröffentlichungen zur kardiologischen, neurologischen und orthopädischen Telerehabilitation sowie weiteren Indikationen wie z. B. Atemwegserkrankungen geboten. Wichtige nationale und europäische Projekte werden vorgestellt. Diese liefern den Nachweis, dass die Telerehabilitation bereit für die breite Erprobung ist.
Der Einsatz von Telerehabilitationssystemen ergänzt und erweitert die ärztlichen bzw. therapeutischen Behandlungsprozesse. Hierdurch bieten sich für Kliniken sowie niedergelassene Ärzte und Therapeuten neue Möglichkeiten der Behandlung. Technik unterstützt dabei die am Behandlungsprozess beteiligten Personen. Ihr Einsatz wird aber maßgeblich von Ärzten und Therapeuten bestimmt und gesteuert.
Eine telerehabilitative Nachsorge verstetigt auf effiziente Weise die im stationären Bereich erzielten Behandlungserfolge und integriert therapeutisch valide Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Sekundärprävention in den Alltag der Patienten. Telerehabilitationssysteme können für individualisierte Maßnahmen in der Rehabilitation, Nachsorge und Prävention sowohl in der Klinik als auch in der ambulanten Versorgung und im häuslichen Umfeld des Patienten eingesetzt werden.
Die erfolgreiche Entwicklung von medizinischen Assistenzsystemen verlangt einen benutzerzentrierten Entwicklungsprozess. Der Bericht legt dar, welche Anforderungen die beteiligten Akteure (Kostenträger, Ärzte, Therapeuten und Patienten) an derartige Systeme stellen. Ein Telerehabilitationssystem muss Funktionen für Therapieunterstützung, Therapiekontrolle und Kommunikation zwischen den am Behandlungsprozess Beteiligten sowie zur sicheren Datenhaltung aufweisen. Dies wird anhand des vom Fraunhofer FOKUS durchgeführten Projekts MyRehab dargestellt.
Nach Einschätzung der Autoren wird sich Telerehabilitation zuerst in der Nachsorge durchsetzen. Angebote für die Sekundärprävention können nachfolgen. Telerehabilitationssysteme werden zukünftig ganzheitliche und indikationsübergreifende Konzepte der medizinischen Rehabilitation unterstützen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-364376.html