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Modellierung von Energietechnologien zum nachhaltigen Reengineering von Produktionsunternehmen

 
: Cherkaskyy, Michael; Stoldt, Johannes; Franz, Enrico; Oertwig, Nicole; Putz, Matthias

TU Chemnitz, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme:
Planung und Betrieb von Produktionssystemen im digitalen Zeitalter : Vernetzt Planen und Produzieren VPP 2015, 22. bis 23. Oktober 2015, Chemnitz
Chemnitz, 2015 (Wissenschaftliche Schriftenreihe des Instituts für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme. Sonderheft 21)
S.81-90
Fachtagung "Vernetzt Planen und Produzieren" (VPP) <2015, Chemnitz>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IWU ()
Energietechnologien; Energiespeicher; Energieerzeuger; Integrierte Unternehmensmodellierung; IUM; Geschäftsprozesse; nachhaltiges Reengineering; komponenten Modelle für Energietechnologie; E³-Leitprojekt

Abstract
Die Umstellung auf eine nachhaltige Energiewirtschaft führt in Deutschland schon heute zu einer Vielzahl von Herausforderungen. Betreiber von konventionellen Kraftwerken suchen zunehmend nach Möglichkeiten, mit diesem Wandel umzugehen. Die dabei entstehenden Kosten werden jedoch primär auf die privaten Haushalte umgeschlagen. Ein Ansatz, mit dem Produktionsunternehmen zukünftig einen größeren Beitrag hierzu leisten können, ist der Einstieg in eine dezentrale Energieerzeugung aus regenerativen Quellen. Die ökonomische Tragfähigkeit eines solchen Schritts muss dabei auch bei geringem Energiekostendruck gewährleistet sein. Damit die Integration von Energiequellen und -speichern (im Folgenden Energietechnologien genannt) unter dieser Bedingung erfolgreich ist, gilt es gleichwohl Anpassungen in der Produktionsinfrastruktur und den Geschäftsprozessen vorzunehmen.
Dies erfordert eine integrierte Betrachtung, für welche zum einen die Struktur und die Abläufe von Unternehmen, zum anderen aber auch die geeigneten Energietechnologien zu modellieren sind. Hierzu wird im Beitrag zunächst eine um den Faktor Energie erweiterte Geschäftsprozessmodellierung vorgestellt, mit welcher sich Produktionsunternehmen analysieren und Potentiale bzw. Ansatzpunkte in diesen identifizieren lassen. Die genannte Erweiterung wird dabei über die Beschreibung der energetischen Charakteristik von Fertigungsressourcen erreicht. Darauf aufbauend werden Energietechnologien modelliert, so dass unter Nutzung der Erkenntnisse aus der Geschäftsprozessanalyse eine Auswahl geeigneter Technologien möglich wird. Somit kann ein nachhaltiges Reengineering erfolgen, bei dem erkannte Potentiale durch die gezielte Veränderung von Produktionsinfrastruktur und Geschäftsprozessen genutzt werden können. Die sowohl strukturelle als auch prozessmäßige Überarbeitung des Unternehmens ist dabei essentiell, da der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen und Energiespeichern einen mittelbaren Einfluss auf die Produktionsweise haben werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-364313.html

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