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Wissensbasierte nachhaltige Produktentwicklung - Systematische Auswahl und Kombination von Methoden zur Entscheidungsunterstützung

Knowledge-based sustainable product development - systematic selection and combination of methods for the support of decision-making
 
: Buchert, T.; Halstenberg, F.; Adolphy, S.; Lindow, K.; Stark, R.

Krause, D. ; Univ. Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Konstruktionstechnik:
Design for X : Beiträge zum 25. DfX-Symposium, Oktober 2014
Hamburg: TuTech Verlag, 2014
ISBN: 978-3-941492-79-0
S.285-296
Symposium Design for X (DfX) <25, 2014, Bamberg>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Die Entwicklung der Taxonomie stellt einen Grundstein zur Auswahl geeigneter Methoden zur Entstehung nachhaltiger Produkte dar. Hierbei wurde deutlich, dass das Fehlen prozeduraler Informationen die Anwendung zahlreicher Methoden verhindert. Durch die Betrachtung der Kategorien konnten Lücken in der methodischen Unterstützung der Entwicklung nachhaltiger Produkte bezüglich der sozialen und ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit, der Adressierung von Anforderungen und Dienstleistungen, der Eignung für Prozessverbesserungen und der Unterstützung für die Fertigungsplanung sowie den entsprechenden Phasen der Produktentstehung identifiziert werden. Zudem wurde eine Forschungslücke geschlossen, indem auftretende Informationen und Informationsobjekte bei der Anwendung von Methoden zur nachhaltigen Produktentstehung anhand des Referenz-PEP vergleichend identifiziert und analysiert wurden. Durch diese geschaffene Übersicht wird die Möglichkeit eröffnet, die bisher verfügbare methodische Unterstützung der Entstehung nachhaltiger Produkte durchgängig über den PEP informationstechnisch abzubilden und damit dem Anwender ein universelles Hilfsmittel an die Hand zu geben. Die Kombination der Methoden wurde durch deren teilweise fehlende Zuordnung zu abgrenzbaren Phasen des PEPs erschwert. Die Integration von Methoden in bestehende PEPs ohne Anpassungen wurde ebenfalls als potenzielle Schwachstelle identifiziert. Durch ein Protokoll der während der Methodenanwendung abverlangten bzw. generierten Informationen konnte nachgewiesen werden, dass diese stark methodenspezifisch und damit heterogen vorliegen. Zudem erschweren wechselnde Bezugsobjekte und Präzision der In- und Outputs deren potenzielle informationstechnische Verarbeitung. Weiterhin wurde erkannt, dass verschiedene Methodenbündel voneinander abweichende Informationen verarbeiten und damit zu veränderten Entscheidungswegen führen. Generell überwiegen Informationen mit Bezug auf den Lebenszyklus des untersuchten Objektes. Die Übereinstimmungen der abgefragten Informationsobjekte nehmen im Laufe des PEP ab. Dies deutet darauf hin, dass eine parallele Kombination von Methoden in späteren Phasen zu Erkenntnisgewinn durch zusätzliche Perspektiven bei geringerer Doppelarbeit führen kann.

 

Today a wide range of approaches is at hand to support tasks in the development of more sustainable products. However methods and tools available provide only punctual support for decision-making, whereas a holistic approach is required. In the course of this research, current decision support in sustainable product design has been analyzed from a design engineer's perspective. Based on 48 methods and tools a taxonomy of methods was built to facilitate a complementary combination that covers the entire development process. For validation of the approach nine methods and tools have been systematically selected and applied in a case study. By identification of information gaps improvement measures for selecting and applying methods in the perspective of decision-making could be derived.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-349829.html