Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Energetische Verwertung von Ersatzbrennstoffen - Entwicklung einer Methodik zur Erfassung der feuerungstechnischen Brennstoffeigenschaften

 
: Marzi, T.; Keldenich, K.; Görner, K.

Müll und Abfall 37 (2005), Nr.11, S.572-579
ISSN: 0027-2957
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
refuse-derived fuel (RDF); burnout behaviour; characterisation; volatile component; carbon; heating value; combustion; energetic utilisation; pyrolysis; quality assurance (QA); method; Ersatzbrennstoff (EBS); Ausbrandverhalten; Charakterisierung; flüchtiger Bestandteil; Kohlenstoff; Heizwert; Verbrennung; energetische Verwertung; Pyrolyse; Qualitätskontrolle; Methodik

Abstract
Die Begrenzung der fossilen Ressourcen und die Erwärmung der Erdatmosphäre durch anthropogen erzeugtes Kohlendioxid begünstigt eine wachsende Bedeutung regenerativer Energieträger in der Energiewirtschaft. Bei der Suche nach Alternativen zu fossilen Brennstoffen richtet sich die Aufmerksamkeit mit Biomasse und Abfällen wieder verstärkt auf Brennstoffe, die im Prinzip bereits im vorindustriellen Zeitalter genutzt wurden. Die energetische Nutzung von Biomasse gilt als kohlendioxidneutral, obwohl ebenso, wie bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, Kohlendioxid freigesetzt wird. Bei nachhaltiger Erzeugung der Biomasse wird jedoch eine äquivalente Menge Kohlendioxid durch nachwachsende Biomasse wieder gebunden. Die Einsparung fossiler Brennstoffe ist auch durch die energetische Nutzung von Abfällen möglich. Neben der herkömmlichen Abfallverbrennung sind in diesem Kontext besonders die sogenannten Ersatzbrennstoffe oder Sekundärbrennstoffe zu nennen. Sie werden aus vorbehandelten Abfällen oder sekundären Rohstoffen hergestellt und sollen fossile Brennstoffe bestimmten Prozessen als Regelbrennstoff ersetzen. Heute substituieren Ersatzbrennstoffe kohlenstoffhaltige Rohstoffe in Zementwerken, Hoch- und Kupolöfen. Ihre thermische Verwertung kann durch Mitverbrennung in Braun- und Steinkohlekraftwerken oder Monoverbrennungsanlagen erfolgen. Prinzipiell kommen auch Biomassekraftwerke für eine Mitverbrennung in Frage, jedoch ist dies durch die energiepolitischen Rahmenbedingungen meist wirtschaftlich unattraktiv.
In der Verbrennungstechnik gewinnt die energetische Nutzung von Ersatz- bzw. Sekundärbrennstoffen eine immer größere Bedeutung. Während das Verhalten herkömmlicher fossiler Energieträger gut untersucht ist, bestehen große Unsicherheiten bei der Einschätzung des Abbrandverhaltens dieser relativ neuen Brennstoffe. Im vorliegenden Beitrag wird die Entwicklung einer Methode zur Charakterisierung und Beurteilung unterschiedlicher Brennstoffe vorgestellt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-34760.html