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Entwicklung polymerer Inhibitorkonzepte

Development of polymeric inhibitor concepts
 
: Soltau, M.; Buchbach, S.

Galvanotechnik 106 (2015), Nr.5, S.926-933
ISSN: 0016-4232
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
Im Fahrzeugbau werden angesichts hoher Anforderungen an die Funktionalität der Materialien und an den energiesparenden und langzeitbeständigen Einsatz der Strukturen vermehrt Leichtmetalllegierungen als Werkstoffe eingesetzt. Deren Korrosionsschutz erfordert technologisch den Einsatz abgestimmter Beschichtungssysteme, die die Grundwerkstoffe temporär während Transport und Lagerung oder permanent während ihres Einsatzes nachhaltig vor der Einwirkung flüssiger Medien schützen. Nachdem die korrosionsinhibierende Wirkung entwickelter Polymere demonstriert werden konnte, liegt die Vermutung nahe, dass die inhibierende Wirkung auch in Lacksystemen erhalten bleiben kann. Bei der Entwicklung von Rezepturen wurde bewusst nicht auf andere Inhibitoren wie Pigmente oder aktivere Flugrostinhibitoren verzichtet. Vielmehr wurde der Ansatz verfolgt, mit einem hinsichtlich der Wirkung zeitlich abgestimmten Zusammenspiel mehrerer Korrosionsschutzsysteme vorteilhafte Effekte zu erzielen. Die erhaltenen Lacksysteme wurden auf Aluminiumbleche (AA 2024) lackiert und im Vergleich zu nicht mit einem der entwickelten polymeren Korrosionsinhibitoren versehenen Lacksystemen hinsichtlich der Lackablösung im Salzsprühtest und des Fadenwachstums im Filiformtest untersucht. Testergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Darüber hinaus ergaben die Untersuchungen auch experimentelle Hinweise auf ein erfolgreiches und wirkungsvolles Zusammenspiel verschiedener Korrosionsschutzsysteme. Beispielhaft sei hier der gemeinsame Einsatz mit Flugrostinhibitoren m Schutzsystemen für Stahlsubstrate genannt. Zur Veranschaulichung wurde ein wasserbasiertes Acrylatsystem in unterschiedlicher Weise mit Inhibitoren versehen. In einem Test, dessen Ergebnis sich in der Abbildung 5 widerspiegelt. Dieses Testergebnis deutet an, dass eine Wirkung von Korrosionsschutzpigmenten in Lacken teilweise von polymeren Inhibitoren übernommen werden kann. Auf diese Weise könnte es möglich sein, im Falle einer begrenzten Packungsdichte in Lacksystemen andere Pigmente in höherem Maße einzuarbeiten, als dies ohne die Wirkung von polymeren Inhibitoren möglich wäre.

 

Vehicle production, faced with stringent requirements in regard to the functionality of materials as well as energy saving and long-term stable structures, is migrating to the deployment of light alloys as preferred materials. Their protection against corrosion depends on the technologies of adjusted coating systems to protect the basic materials temporarily during transport and storage, and permanently over their usage period against the impact of liquid media.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-345539.html