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Ermittlung des Ressourcenbedarfs einer additiven Fertigungsanlage des Modells MTT SLM 250HL

 
: Greiff, Benjamin

Rottenburg, 2015, 75 S.
Rottenburg, Hochschule für Forstwirtschaft, Bachelor Thesis, 2015
Deutsch
Bachelor Thesis
Fraunhofer IWU ()
additive Fertigung; Ressourceneffizienz; CO2PE Methode

Abstract
Herstellungsprozesse, die in der Industrie für die Produktion von Werkstücken verwendet werden, sind für einen wesentlichen Teil der Umweltauswirkungen der fertigen Produkte verantwortlich. Die Umwelteinwirkungen dieser Herstellungsprozesse sind unbekannt, ebenso wie die Auswirkung verschiedener fertigungstechnischer Parameter auf den Ressourcenbedarf. Dies hat zur Folge, dass Optimierungsmöglichkeiten häufig nicht erkannt werden.
Diese Arbeit untersucht eine additive Fertigungsanlage des Typen MTT SLM 250HL hin-sichtlich ihres Ressourcenbedarfs. Es wurden die Ressourcenströme (Elektrische Energie, Druckluft, Argon) und Rohstoff (Metallpulver) mit der CO2PE Methode bilanziert. Das Er-gebnis der Studie zeigt einen deutlichen Einfluss der Parameter (Scangeschwindigkeit, Laser-leistung und Schichtdicke) auf den Ressourcenbedarf. Die Ergebnisse dieser Studie stehen im Kontrast zu den Ergebnissen einer anderen Studie, da diese wichtige Subsysteme in ihrer Messungen außer Acht ließen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit die Systemgrenzen von Untersuchungen einheitlich zu definieren. Diese Arbeit zeigt eine gute Anwendbarkeit des methodischen Vorgehens nach CO2PE und wird dadurch mit anderen Studien, die diese Me-thode anwenden, vergleichbar. Dennoch muss auch bei Untersuchungen mit der CO2PE Me-thode beachtet werden, dass der Ressourcenbedarf in Abhängigkeit von Anlagen, Material sowie der Fertigungsparameter variiert. Die Untersuchung in der, der Einfluss verschiedener Parameter ermittelt werden sollte schlug fehl, da die Auswertung zu komplex war. Daher ist eine simplere Versuchsanordnung notwendig, um den Einflusses einzelner Parameter adäquat zu identifizieren. Dafür sind weitere Untersuchungen notwendig. In dieser Arbeit wurde eine Recyclingfähigkeit des Eingesetzten Rohstoffes von 91,5 % und ein Ressourcenbedarf pro cm3 von 0,30 m3 Argon, 1,51 m3 Druckluft und 4,81 kWh elektrischer Energie festgestellt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-345347.html