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Kontinuierliche Inline-Prüfung von Qualitätsmerkmalen in Feinblech

 
: Wolter, B.; Dobmann, G.; Kern, R.

Grellmann, W. ; Deutscher Verband für Materialforschung und -prüfung e.V. -DVM-, Berlin:
Herausforderungen neuer Werkstoffe an die Forschung und Werkstoffprüfung : Tagungsband Werkstoffprüfung 2005
Berlin: DVM, 2005 (DVM-Bericht 641)
ISSN: 1861-8154
S.137-146
Vortrags- und Diskussionstagung Werkstoffprüfung <23, 2005, Berlin>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IZFP ()
3MA; Feinblech; inline; Rm; Rp0,2; zerstörungsfrei

Abstract
Eine kontinuierliche und somit nicht nur stichprobenbasierte Überwachung und Dokumentation der Produktqualität gelingt mit Inline-Prüfsystemen auf Basis zerstörungsfreier Prüfverfahren (zfP). Zunehmend werden diese auch für die Charakterisierung von Werkstoffeigenschaften eingesetzt, was bislang nur an Werkstoffproben durch Einsatz zerstörender, teilweise genormter Prüfverfahren möglich war.
Bei der so genannten 3MA-Technik werden 4 verschiedene mikromagnetische Verfahren kombiniert. Die mit 3MA bestimmten mikromagnetischen Eigenschaften eines ferromagnetischen Werkstoffs und dessen mechanische Eigenschaften werden von denselben mikrostrukturellen Parametern (Versetzungsdichte; Korngrößen, etc.) beeinflusst. Nach einer vorangegangenen Kalibrierung gelingt es daher, mit Hilfe von 3MA Vergleichswerte für die Ausprägung der mechanisch-technologischen Eigenschaften zu bestimmen.
Im Rahmen eines durch die ECSC (European Coal and Steel Community) geförderten Vorhabens wurde ein 3MA-Prüfsystem zur Inline-Bestimmung der Zugfestigkeit (Rm) und der 0.2-Dehngrenze (Rp0.2) in kaltgewalztem, rekristallisierend geglühtem Feinblech aufgebaut, in einer Feuerverzinkungsanlage installiert und anschließend kalibriert und erprobt. Eine Validierung an 2700 Stahlbändern ergab, dass die zerstörungsfrei bestimmten Werte für Rm bzw. Rp0.2 von den zerstörend gemessenen Werten im Mittel um 8 MPa bzw. 11 MPa abweichen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-34237.html