Fraunhofer-Gesellschaft

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Wege zur digitalen Logistik

 
: Schenk, Michael; Behrendt, Fabian; Assmann, Tom

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-3328985 (338 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 3f23dd820a5f7629b79acd9ee52a96ff
Erstellt am: 18.4.2015


Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -Automatisierung -IFF-, Magdeburg; Univ. Magdeburg:
19. Magdeburger Logistiktage "Sichere und nachhaltige Logistik" 2014 : Tagungsband im Rahmen der IFF-Wissenschaftstage, 25. Juni - 26. Juni 2014
Magdeburg: Fraunhofer IFF, 2014
S.21-29
Magdeburger Logistiktage "Sichere und nachhaltige Logistik" <19, 2014, Magdeburg>
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -Automatisierung (Wissenschaftstage) <17, 2014, Magdeburg>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IFF ()
Digitalisierung der Gesellschaft und Wirtschaft; Querschnittsfunktion; Wertewandel; Cloud Computing

Abstract
Die Logistik ist der Motor der Wirtschaft [1]. Auf dem Weg zur Industrie 4.0 kommt ihr die besondere Rolle der Querschnittsfunktion zur intelligenten Integration von Prozessen und Wertschöpfungsketten zu. Die dargestellten fünf Thesen zeigen dabei die Entwicklungen auf, denen die Logistik bei ihrer Digitalisierung als Herausforderungen begegnen wird. Dies als Chance zu sehen, neue Technologien und Anwendungen zu nutzen und Eigene für effiziente Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln, wird der Garant für den Erfolg der gesamten Branche sein. Die fünf Thesen sind dabei nicht einzeln und isoliert zu betrachten, sondern bedingen sich gegenseitig. Abbildung 4 fasst sie strukturiert zusammen, erweitert um den Aspekt der Nachhaltigkeit. Als Treiber für die Digitalisierung der Logistik sind drei Faktoren identifiziert. Diese stehen in einem engen Zusammenanhang und lassen sich nicht voneinander isolieren. So führen neue Kommunikationstechniken automatisch zu neuen Funktionalitäten und der dezentralen Vernetzung. Diese ermöglicht neue Funktionalitäten die mit dem Bedarf an neuen Kommunikationstechniken einhergehen. Die treibenden Faktoren benötigen jedoch eine Basis. Ohne die entsprechenden Infrastrukturen, die den adäquaten und erweiterten technischen Rahmen bieten, ist dem Potential der Digitalisierung Grenzen gesetzt. Die technischen Möglichkeiten sind nur vollständig nutzbar, wenn entsprechende Infrastrukturen für die Vielzahl der auf Kommunikationstechniken beruhenden mobilen Anwendungen bestehen. Das heißt, dass Mobilfunknetze sowie Navigationssysteme für die Ortung verlässlich funktionieren und den gesteigerten Anforderungen an die Kapazität entsprochen werden. Die proaktive Onlineplanung und Echtzeitsteuerung baut auf den genannten vier Aspekten auf und ist ohne diese nicht realisierbar. Sie ermöglicht bei steigender Datenverfügbarkeit die präzise und effiziente Lenkung von komplexen Prozessen und Wertschöpfungsketten. Quer zu der Digitalisierung der Logistik, die mittels erhöhten Kapazitäten, gesteigerter Flexibilität und effektiveren Prozessen, die eingangs genannter Herausforderungen bewältigen kann, liegt der Aspekt der Nachhaltigkeit. Nur wenn diese bei der Planung, Implementierung, Umsetzung und Abwicklung von logistischen Prozessen und Infrastrukturen integriert ist, kann die Logistik durch die Digitalisierung den CO2-Fußabdruck reduzieren. Unternehmen sollten diesem Ziel verstärkt Bedeutung beimessen, da auch Konsumenten umweltverträgliche Produktions- und Transportprozesse verstärkt als Kaufargument einbeziehen werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-332898.html