Fraunhofer-Gesellschaft

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Innovative Technologien

 
: Lange, Volker

Hector, Bernhard (Hrsg.):
Paletten-Handbuch. 3. komplett überarb. Aufl. : Tausch, Rechtspraxis, Trends
Hamburg: DVV Media Group, 2015
ISBN: 978-3-87154-513-9
S.193- 206
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer IML ()
Europalette; Industrie 4.0; cloud; Internet der Dinge; Europalettentausch; RFID; supply chain; Informationsträger; tracking; tracing; inBin

Abstract
Seit 1961 existiert die Europalette als genormter, tauschbarer Ladungsträger aus Holz. Rund 19 Jahre später wurden die ersten Softwaresysteme zur Überwachung und Unterstützung typischer logistischer Aufgaben wie z. B. der Lagerplatzverwaltung oder der Kommissionierung entwickelt. Im IT-gestützten Betrieb logistischer Systeme wird die Europalette zunehmend auch als digitales Objekt wahrgenommen. Zudem finden Technologien wie RFID oder vollautomatisierte Lagerfahrzeuge Einzug in moderne Warenwirtschaftssysteme. Entwicklungen und Trends wie die zunehmende Bedeutung des E-Commerce, die Urbanisierung sowie der demografische Wandel in den großen Wirtschaftsnationen verändern die Anforderungen an die Logistik grundlegend.
Doch seit über 50 Jahren ist der Ladungsträger Europalette in seiner Konstruktions- und Funktionsweise unverändert geblieben. Elf Bretter, neun Klötze und 78 Nägel sind die Komponenten, die zur Produktion der 1 .200 x 800 mm großen Europalette mit einem Gewicht von rund 24 kg benötigt werden. Die Bedeutung für die Logistik und die Nachfrage sind unverändert hoch. Allein in Deutschland sind heute ca. 100 Mio. Europaletten im Umlauf, europaweit sogar mehr als 400 Mio. [1].
Seit längerer Zeit sehen Logistikforscher als wichtigen Zukunftstrend das Internet der Dinge [2]. Dabei sollen intelligente Pakete, Ladungsträger, Container etc. wie Datenströme selbstständig ihren Weg zum Ziel finden. Voraussetzung für ein Gelingen dieser Vision ist die Integration von Intelligenz in jede Einheit, d. h. Ladungsträger. Behälter und Verpackungen sowie die kommunikative Vernetzung aller digitalen Einheiten untereinander [3].

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-332658.html