Fraunhofer-Gesellschaft

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Niedrigemittierende (Low-E) Schichten auf KFZ-Verglasungen

Rechnerische Untersuchungen zum Einfluss auf Außenbeschlag und Klimatisierung
The influence of low-emissivity coatings on the outside surface of car glazing
 
: Gläser, H.J.

:

Vakuum in Forschung und Praxis 26 (2014), Nr.4, S.39-46
ISSN: 0947-076X
ISSN: 1522-2454
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IST ()

Abstract
Low-E-Schichten auf der Außenoberfläche von Gebäudeverglasungen werden seit einigen Jahren zur Verhinderung von Reifbeschlag und für eine freie Durchsicht im Winter eingesetzt. Auch bei nachts im Freien parkenden Kfz wurden sie erfolgreich erprobt. Im Artikel wird das Auftreten von Beschlag auf Kfz-Verglasung in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen, der Emissivität der Außenoberfläche, bei Tag und Nacht, bei parkendem und fahrendem Kfz simuliert. Es zeigt sich, dass das Außenbeschlagrisiko durch die Abkühlung der Kfz-Kabine unter die Außenlufttemperatur entsteht. Am höchsten ist das Beschlagrisiko für geneigte Windschutzscheiben, nachts bei klarem Himmel und Windstille. Mit fallender Emissivität verringert es sich jedoch stark. Weitere Berechnungen belegen, dass durch Low-E-Schichten auf der Außenoberfläche die solare Energiebilanz Qbal.i der Kfz-Kabine tagsübersteigt. Bei geringer solarer Einstrahlung wirkt sich dies, insbesondere am Morgen nach dem Parken im Freien, positiv auf die Klimatisierung der Kabine in der Heizperiode aus. Bei großer Einstrahlung im Hochsommer wird die Klimaanlage sowohl beim Parken als auch bei Fahrt aber nur geringfügig mehr belastet. Mit steigender Kfz-Geschwindigkeit kompensiert die Wärmeübertragung durch den Fahrtwind mehr und mehr die Wärmeabstrahlung an den Himmel, d. h. der Einfluss der Emissivät auf Qbal.i verringert sich.

 

Low-e-coatings on the outer surface of architectural glazing are used for several years to prevent fog and frost for a clear view in the winter. Also for outdoor parked cars at night they were successfully tested. In the article, the occurrence of condensation on automotive glazing is simulated depending on the weather conditions, the emissivity of the outer surface, day or night, parking or moving vehicle. It is shown that the risk of outside condensation arises from the cooling down of the car cabin below the outside air temperature. The highest risk occurs for inclined windshields at night with clear sky and no wind. With decreasing emissivity, however, it decreases sharply. Further calculations show that due to low-e-coatings on the outer surface the solar energy balance Qbal.i of the vehicle cabin increases during daytime. At low solar irradiance this has a positive effect on the cabin climatisation during the heating season, especially in the morning time after outdoor parking. At high irradiation in midsummer, the air conditioner is however only slightly loaded more both when parking as well as driving. With increasing vehicle speed, the heat transfer by the wind compensates more and more the heat radiation to the sky, i. e. the influence of the emissivity on Qbal.i decreases.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-315873.html

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