Fraunhofer-Gesellschaft

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Pipe-Corrosion-Screening: Ein System zur schnellen Detektion von Korrosionsschäden in Rohrwänden

 
: Niese, Frank; Both, Norbert; Hans, Michael; Jäckel, Patrick; Neuschwander, Rainer

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Poster urn:nbn:de:0011-n-3072590 (142 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: b07594b8a207c96409e070f4a8a3dd82
Erstellt am: 23.9.2014


Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung. DGZfP-Jahrestagung 2014. CD-ROM : 26.-28. Mai 2014, Potsdam; Kurzfassungen der Vorträge und Posterbeiträge
Berlin: DGZfP, 2014 (DGZfP-Berichtsbände 148-CD)
ISBN: 978-3-940283-61-0
Poster 64
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (Jahrestagung) <2014, Potsdam>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()

Abstract
In diesem Beitrag wird das am Fraunhofer IZFP entwickelte Pipe-Corrosion-Sceening-System vorgestellt. Es erlaubt die Inspektion von Rohrleitungen auf flächige Korrosionsschäden in einem schnellen Scan-Vorgang entlang des Rohrscheitels. Rohrleitungen in chemischen und petrochemischen Anlagen sind an vielen Stellen durch Träger, Manschetten und Rohrbrücken gehalten und abgestützt. An diesen Auflagestellen kann die dort oft vorhandene Feuchtigkeit zum Korrodieren der Rohrwand führen. Das Erkennen des Korrosions-Befalls an solchen Auflagestellen ist schwierig, da diese weder direkt sichtbar noch zugänglich sind. Die neue Technik nutzt eine in der Rohrwand umlaufende Ultraschallwelle, um den nicht zugänglichen Bereich des Rohres z.B. am Auflager zu erfassen. Hierzu wird die Ultraschallwelle im oberen Scheitelpunkt des Rohres gesendet und mittels eines separaten Empfängers als „direktes Signal“ wie auch als Signale nach 1-2 Umläufen detektiert. Die eingesetzte Ultraschallwelle ist eine geführte Lamb’sche Plattenwelle, deren Geschwindigkeit von der Dicke der Rohrwand abhängt. Trifft ein Ultraschallwellenzug auf seinem Weg in der Rohrwand auf einen wanddickenreduzierten Bereich, kommt es zu Amplitudenreduktion und Phasenverschiebung des Transmissionssignals. Diese Signaländerungen können als Indikatoren einer Korrosionsstelle in der Rohrwand genutzt werden. Zur Wandlung der Ultraschallsignale kommen koppelmittelfrei arbeitende elektromagnetische Ultraschall-(EMUS)-Prüfköpfe zum Einsatz, da sie im Gegensatz zur konventionellen Ultraschalltechnik modenselektiv Plattenwellen anregen und abgreifen können. Die empfangenen Ultraschallsignale werden zunächst als Ultraschall-B-Bild aufgezeichnet und dargestellt. Eine anschließende Datenauswertung ermittelt sowohl die Amplituden als auch die Phasenlage der Umlaufsignale. Diese Werte werden parallel zum B-Bild über der axialen Rohrposition dargestellt und dienen somit zur Identifikation von Korrosionsstellen in der Rohrwandung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-307259.html