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Evaluation der computergestützten patientenspezifischen Planung und intraoperativen Navigation bei ablativen und verlagernden Eingriffen am Gesichtsschädel durch das SCOPIS-Navigationssystem

 
: Raguse, Jan-Dirk; Kosmecki, Bartosz; Özbek, Christopher; Camerer, Christian; Kim, Doris M.; Hoffmeister, Bodo; Keeve, Erwin

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie -DGMKG-:
63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, DGMKG 2013. Abstractband : 22.-25.Mai 2013, Essen
Essen, 2013
Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG Kongress) <63, 2013, Essen>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Einleitung:
Die Verwendung von Navigationssystemen hat heute einen festen Stellenwert in der MKG-Chirurgie. Basis für einen erfolgreichen computergestützten Eingriff ist eine zeitintensive Planung und aufwendige Patientenregistrierung, so dass sie noch keinen Eingang in die Routine gefunden haben. Ziel der Untersuchung war daher die Evaluation eines neuen, praxistauglichen und universellen Systems zur virtuellen Planung und intraoperativen Umsetzung.
Material und Methode:
Das neue Navigationssystem, das in Zusammenarbeit mit unserer Klinik entwickelt wurde, ermöglicht neben den üblichen Planungs- und Spiegelungsfunktionen anatomischer Strukturen auch die Planung von Osteotomielinien mittels Touchscreen oder Maus direkt auf dem patientenspezifischen 3D Modell. Die Osteotomieline wird dabei über das Setzen von Ankerpunkten aufgespannt und kann in orthogonalen Ansichten (axial, coronar und sagittal) feinjustiert werden. Im Planungsmodus kann entlang der Schnittlinie gefahren und überprüft werden, dass keine kritischen Strukturen verletzt werden. Nach einer modifizierten Bild-zu-Patientenregistrierung erfolgt die intraoperative Umsetzung. Die Übertragung der Osteotomielinie auf den Situs kann intraoperativ mittels eines navigierten sterilen Stiftes oder direkt durch den Einsatz eines navigierten chirurgischen Instruments (Meißel/Säge) erfolgen.
Ergebnisse:
Die Osteotomielinie als Planungsfunktion wurde zunächst bei Eingriffen im Bereich des Mittelgesichts eingesetzt. Die präoperative Planung konnte hier von verschiedenen Benutzern in 15 Minuten durchgeführt werden. Für die modifizierte Registrierung ergab sich eine Zeit von unter 2 Minuten. Fazit:
Die vorgestellte Osteotomielinie ist eine einfache und zugleich schnelle Planungsfunktion, die bei vielen chirurgischen Eingriffen eingesetzt werden kann. In Verbindung mit der verkürzten Inbetriebnahme des Navigationssystems ergibt sich das Potential, die computergestützten Eingriffe in die tägliche Routine zu übernehmen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-307249.html