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Was bringen virtuelle Planungen für die Umsetzung komplexer kraniomaxillofacialer Korrekturen - ein Erfahrungsbericht

 
: Adolphs, Nicolai; Haberl, Hannes; Liu, Weichen; Keeve, Erwin; Menneking, Horst; Hoffmeister, Bodo

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Volltext (PDF; )

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie -DGMKG-:
63. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, DGMKG 2013. Abstractband : 22.-25.Mai 2013, Essen
Essen, 2013
Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG Kongress) <63, 2013, Essen>
Deutsch
Abstract, Elektronische Publikation
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Einleitung:
Die Planung komplexer kraniofazialer Korrekturen erfordert häufig die Herstellung individueller 3DModelle, was sowohl mit apparativem als auch mit finanziellem Aufwand einhergeht. Moderne Softwareapplikationen erlauben zunehmend realistische OP-Simulationen, wodurch die Modellherstellung möglicherweise reduziert werden könnte. Inwiefern dies eine plausible Option darstellt, sollte anhand verschiedener kraniomaxillofazialer Anwendungen überprüft werden.
Material & Methode:
Seit 2006 erfolgten bei ausgewählten Kasuistiken zusätzlich zur herkömmlichen Modellherstellung auf der Basis von Dicom Datensätzen virtuelle Simulationen kraniomaxillofazialer Verlagerungen durch kommerzielle Software (Fa. Materialise). Anhand einiger typischer Fallbeispiele (Sekundärkorrektur bei posttraumatischem Dish-Face, frontofaziales Advancement durch interne Distraktoren bei Apert-Syndrom, Hypertelorismuskorrektur bei frontonasaler Dysplasie) werden „workflow“ von Planung und operativer Umsetzung demonstriert.
Ergebnisse:
In allen Fällen ergänzten sich die Informationen aus Modell und Simulation sinnvoll. Die Simulationen stimmten gut mit den entsprechenden operativen Resultaten überein. Wesentlicher Vorteil der virtuellen Methode ist die Möglichkeit, relativ einfach unterschiedliche Varianten durchzuspielen, um abschätzen zu können, wieviel knöcherne Strecke verlagert werden muß, um einen sichtbaren Effekt zu erzielen. Für den Transfer der Planung bieten sich durch Softwarehersteller gefertigte chirurgische Schablonen („Cutting Guides“) an. Echte Modelle bieten aufgrund ihrer Anschaulichkeit und ihrer einfachen Handhabung jedoch einen Vorteil.
Zusammenfassung:
Die Kombination aus 3D-Modell und virtueller Simulation wirkt bei komplexen kraniomaxillofazialen Korrekturen synergistisch. Der damit verbundene Mehraufwand läßt sich durch verbesserte Planungs-, Aufklärungs- und Dokumentationsoptionen rechtfertigen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-307246.html