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Bohrmehl induzierte Osseointegration zur Rehabilitation erworbener und angeborener Hörschäden - BioHear

Poster presented at OTWorld 2014, 13.5.2014 - 16.5.2014, Leipzig
 
: Neudert, Markus; Kemper, Max; Kluge, Anne; Zahnert, Thomas; Kant, Ludwig; Meichsner, Gunnar; Edelmann, Jan

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Poster urn:nbn:de:0011-n-2941360 (169 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 4c4c9062658df45b83bddbd94c99aa7b
Erstellt am: 18.6.2014


2014, 1 Folie
Fachmesse und Weltkongress Orthopädie-Reha-Technik <2014, Leipzig>
Deutsch
Poster, Elektronische Publikation
Fraunhofer IWU ()
Osseointegration; Mittelohrprothese; Mikrostrukturgeometrie; Mikrofertigungsverfahren; Mikro-EDM; Mikrozerspanung

Abstract
Die Hörrehabilitation stellt neben der nachhaltigen Beseitigung der knochenzerstörenden Entzündung das Haupttherapieziel der chronischen Mittelohrentzündungen dar. Bisher werden nach ausgedehnten entzündungsbedingten Zerstörungen der Gehörknöchelchenkette nur unzureichende postoperative Hörergebnisse erzielt, da eine große Zahl der Implantate disloziert. Eine stabile und dauerhafte Verankerung von Prothesen im Mittelohr könnte durch die Verwendung von körpereigenem Bohrmehl erzielt werden. Das bei Ohroperationen anfallende Bohrmehl kann dabei in einen geeigneten Prothesenfuß eingebracht werden und dieser zunächst ohne auf ihn einwirkende Kräfte knöchern einheilen. In einem zweiten operativen Schritt erfolgt dann die eigentliche Wiederherstellung der Schallankopplung durch eine Partialprothese zwischen Trommelfell und dem stabil eingeheilten Prothesenfuß. Hierfür ist die Entwicklung eines geeigneten Implantates zur Aufnahme des Knochenmehls erforderlich, das einen guten Kontakt des Bohrmehls zur Fußplatte gewährleistet und gleichzeitig dem einsetzenden Verknöcherungsprozess Halt bietet. Die Ergebnisse früherer Arbeiten der Forschergruppe zeigen, dass eine Osseointegration von Titanprothesen mit Wachstumsfaktoren auf der Fußplatte erzielt werden kann. Die Fußplatte ist allerdings höchst filigran und besitzt daher wenige aktivierbare Zellen, so dass ein Lösungsansatz bei dem aktive knochenbildende Zellen mitsamt der Prothese auf die Fußplatte aufgebracht werden deutlich Erfolg versprechender scheint.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-294136.html