Fraunhofer-Gesellschaft

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Planungsunterstützende Softwaretools in CATIA V5 und MS-Office für den Montageprozess

 
: Röber, Marcel; Richter, Andreas; Todtermuschke, Marcel; Voigt, Matthias; Schulze, Jens

TU Chemnitz, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme:
Nachhaltigkeit in Fabrikplanung und Fabrikbetrieb : 14. Tage des Betriebs- und Systemingenieurs am 24. November 2011, Chemnitz
Chemnitz, 2011 (Wissenschaftliche Schriftenreihe des Instituts für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme 17)
S.291-296
Tage des Betriebs- und Systemingenieurs <14, 2011, Chemnitz>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IWU ()
Planungsmethode; CATIA V5; MS Office; Softwaretools; Makros; VBA; MATLAB; Automatisierungslösung; Thyssen Krupp; Fügefolge

Abstract
Der Produktenstehungsprozesses kann in 4 Phasen eingeteilt werden: Phase 1 ist die Planungs- und Konzeptphase, Phase 2 beinhaltet die Grob- und Detailentwicklung des Produktes, Phase 3 ist die Produktion und die letzte Phase umfasst Wartungs- und Reparaturarbeiten. Nach der ersten Phase stehen ca. 70 % der Gesamtkosten fest, d. h. in dieser Phase sollte das Ziel darin bestehen Kosten durch optimale Auswahl und Anpassung der Prozesse an die geforderten Produkteigenschaften zu reduzieren. Insbesondere können Änderungen im Produkt zu diesem Zeitpunkt am kostengünstigsten umgesetzt werden. Während die Konstruktion von Produkten zu weiten Teilen in einem CAD-System durchgeführt wird, existieren für die Produktionsplanung unterschiedliche Softwarelösungen, deren Durchgängigkeit jedoch meist nicht gewährleistet oder nicht genutzt werden kann. Dabei schlagen sich Planungsingenieure häufig mit Schnittstellenproblematiken oder wiederkehrenden manuellen Tätigkeiten herum, deren Lösung sehr individuell angepasste Entwicklungen erfordern.
In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt des Fraunhofer IWU und ThyssenKrupp System Engineering wurden praxisnahe Lösungen für den Automotive- und Aircraft-Bereich entwickelt, welche den Planer bei seiner Arbeit unterstützen. Dazu sind die aktuelle Workflows während der Planung zunächst ausführlich analysiert, abstrahiert und geeignete Modelle bzw. Methoden entwickelt worden, um diese Vorgänge softwareunterstützend zu systematisieren und zu optimieren. Während der Umsetzung erfolgte stets eine enge Zusammenarbeit zwischen den Softwareentwicklern und den Ingenieuren, die mit ihrem Wissen über die Prozesse und Vorgehensweisen die Entwicklung der Programme entscheidend beeinflusst haben. Insbesondere sollten bestehende, komplexe Softwarewerkzeuge durch effiziente Unterprogramme und Softwareroutinen (kurz: Makros) ergänzt werden, um Automatisierungslösungen für zeitaufwändige und wiederkehrende Planungsaufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Vordergrund stand dabei stets, dass die dafür entworfenen Programme ein hohes Maß an Sicherheit und Transparenz aufweisen, zu einer deutlichen Zeitersparnis führen, intuitiv bedienbar sind und die Planungsingenieure dennoch gezielt Einfluss auf den Verlauf der Berechnungen nehmen können. Neben der erheblichen Zeitersparnis können somit Fehler minimiert und Ergebnisse reproduzierbar gespeichert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-290911.html