Fraunhofer-Gesellschaft

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Erlebbare Entwicklung und Absicherung technischer Systeme

 
: Auricht, M.

Spath, Dieter (Hrsg.); Bertsche, Bernd (Hrsg.); Binz, Hansgeorg (Hrsg.) ; Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation -IAO-, Stuttgart; Univ. Stuttgart, Institut für Konstruktionstechnik und Technisches Design, Forschungs- und Lehrgebiet Technisches Design; Univ. Stuttgart, Institut für Maschinenelemente; Univ. Stuttgart, Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement -IAT-:
Stuttgarter Symposium für Produktentwicklung 2013 : Stuttgart, 20. Juni 2013; Konferenz; SSP 2013
Stuttgart: Fraunhofer Verlag, 2013
ISBN: 978-3-8396-0573-8
10 S.
Stuttgarter Symposium für Produktentwicklung (SSP) <2013, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Die Absicherung technischer Systeme spielt eine zentrale Rolle im Produktentstehungsprozess. Insbesondere Funktionalitäten, die einen Einfluss auf die Akzeptanz beim späteren Nutzer haben (z. B. Cockpit-Interaktion im Fahrzeug, PKW Heckklappen) sind dabei zu berücksichtigen. Nutzerstudien in den frühen Phasen der Produktentwicklung können späte teure Änderungen reduzieren. Um repräsentative Ergebnisse aus den Nutzerstudien zu erhalten, müssen jedoch die Absicherungen erlebbar gestaltet werden. Dieser Beitrag zeigt die Notwendigkeit sowie die verschiedenen Dimensionen von Erlebbarkeit auf. Eine schnelle und effiziente Lösung zur Validierung technischer Systeme bietet der Smart-Hybrid-Prototyping (SHP) -Ansatz. Dieser Beitrag führt in die SHP-Methoden ein und zeigt Möglichkeiten für die zukunftsgewandte Ausbildung von Ingenieuren. Der SHP-Ansatz wurde prototypisch umgesetzt und evaluiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der realitätsnahen Abbildung der Tätigkeiten von angehenden Ingenieuren, die in lokal und global stark vernetzten Entwicklungs- und Wertschöpfungsprozessen arbeiten. Die durchgeführte Vorstudie hat gezeigt, dass die Integration mehrerer Sinnesmodalitäten den Absicherungsprozess verbessern kann. Insbesondere die Berücksichtigung von Emotionen spielt dabei eine Rolle. Um User-Experience-Studien durchzuführen sind primär die Wahrnehmungsbereiche Sehen, Fühlen und Hören von Interesse. Der Smart-Hybrid-Prototyping-Ansatz bietet dem Ingenieur die Möglichkeit, technische Systeme erlebbar abzusichern und somit zu verbessern. Die Integration von Nutzerstudien in die frühen Phasen der Produktentwicklung schützt vor teuren späten Änderungen. Dieser Beitrag hat aufgezeigt, dass die Studierenden frühzeitig an die neuen Vorgehensweisen und Systeme für zukünftige Produktentstehungsprozesse herangeführt werden müssen. Wie dies möglich ist, zeigt die Umsetzung des Smart-Hybrid-Prototyping-Ansatzes am Beispiel des Pedelecs.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-290712.html