Fraunhofer-Gesellschaft

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Herstellung und Eigenschaften eines geklebten Multimaterialverbunds

 
: Stieglitz, A.; Calomfirescu, M.; Kuhn, D.; Jung, A.; Brede, M.

:

Lightweight design 7 (2014), Nr.2, S.34-41
ISSN: 1865-4819
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
Es ist zu erkennen, dass im Schienenfahrzeugbau im Gegensatz zu anderen Industriebranchen eine gewisse Zurückhaltung beim Thema "strukturelles Kleben" vorherrscht. Diese Zurückhaltung ist bedingt durch verschiedene Faktoren, wie die geringere Performance der kalthärtenden gegenüber den heißhärtenden Klebstoffen der Automobil- und Flugzeugbauindustrie sowie der Sicherstellung einer einfachen und robusten Fertigung. Diese Themen sollten neben einer Vielzahl von anderen Aufgabenstellungen im BMBF-Vorhaben betrachtet werden. Weitere Aspekte liegen auf dem Gebiet des Einsatzes der Multimaterialbauweise im Schienenfahrzeugbau. Es soll überprüft werden, ob neue und effiziente Bauweisen unter anderem durch die Klebtechnik möglich sind. Mithilfe eines Screenings wurde ein Klebstoff für Vorversuche ausgewählt. Dieser wurde zur Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Einflussfaktoren, wie die Temperaturbedingungen, der Oberflächenvorbehandlung, der Geometrie und der Belastungen auf die Festigkeit und das Bruchbild eines Klebverbundes verwendet. Als Ergebnis aus den Voruntersuchungen und den statischen sowie dynamischen Versuchen im Rahmen des Verbundvorhabens ULWAK konnte festgehalten werden, dass das strukturelle Kleben im Zusammenhang mit einer Multimaterialbauweise im Schienenfahrzeugbau grundsätzlich möglich ist. Für den Fertigungsprozess konnte festgestellt werden, dass ein Einklang zwischen dem Fertigungsprozess und der Prozesskette des Klebens gefunden werden kann, wenn unter anderem die Anforderungen an Sauberkeit und Umgebungsbedingungen eingehalten werden können. Zum Abschluss ist der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass die hier ermittelten Erkenntnisse nicht direkt auf andere Kombinationen von zum Beispiel Substratwerkstoff, Klebstoff und Oberflächenvorbehandlung sowie auf das Bauteil selbst übertragen werden können.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-290654.html