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Entwicklung von Methoden und Konzepten für den Aufbau von narrativen Lernspielen am Beispiel von Museumsanwendungen

 
: Thiel, C.
: Göbel, S.; Feix, A.

Anhalt, 2005, 175 S.
Anhalt, FH, Dipl.-Arb., 2005
Deutsch
Diplomarbeit
Fraunhofer IGD ()
E-Learning environment; computer supported education; digital storytelling; edutainment application; museum installation

Abstract
Das Lernen spielt im Leben des Menschen eine wichtige Rolle. Sowohl im privaten, als auch im öffentlichen Bereich wird zu Bildungszwecken zunehmend Lernsoftware eingesetzt. Eine besondere Form der Lernsoftware ist das Lernspiel. Es kombiniert Bildungs- und Unterhaltungselemente und versetzt den Lernenden in eine aktive Rolle. Dieser nimmt die dargestellten Inhalte nicht nur wahr, sondern beeinflusst durch sein Verhalten das Spielgeschehen. Lernspiele sind auf Grund ihrer zwanglosen Wissensvermittlung und ihrer originellen Gestaltung eher in der Lage, den Lernenden zur Auseinandersetzung mit einer Problemstellung zu motivieren als andere Lernsoftware-Produkte. Eine interessante Rahmenhandlung, die sich während des Spielverlaufs entwickelt und viele spannende Momente enthält, kann diese Motivation zusätzlich steigern.
Museen sind öffentliche Bildungseinrichtungen, die durch die Ausstellung von realen Objekten Wissen an ihre Besucher vermitteln. Um die Attraktivität eines Museumsbesuchs, vor allem für das jüngere Publikum, zu steigern, werden dabei zunehmend moderne Computertechnologien eingesetzt. Bislang dienen diese Systeme hauptsächlich als zusätzliche Informationsquellen und werden nur selten für die Durchführung von Spielen verwendet.
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Lernspiel aufgebaut sein muss, welches in einer Museumsumgebung stattfindet, eine spannende Rahmenhandlung erzählt und den Spieler dazu animiert, sich mit den Ausstellungsinhalten auseinander zu setzen. Zu diesem Zweck werden zunächst die theoretischen Grundlagen für die Entwicklung eines Lernspiels erarbeitet. Neben einer Analyse des Lernprozesses selbst und der wesentlichen Eigenschaften von Lernprogrammen, beschreibt dieser Teil der Arbeit auch die Besonderheiten des Lernorts "Museum" sowie verschiedene Methoden zum Erzeugen einer spannenden Rahmenhandlung. Darauf aufbauend wird schließlich ein Konzept für ein Lernspiel entwickelt, welches die oben genannten Kriterien erfüllt. Die Betrachtungen erfolgen zunächst unabhängig von einem bestimmten Museum oder Lernthema, werden aber anschließend anhand eines konkreten Lernspiels präzisiert. Zum Abschluss der Arbeit wird ein Ausschnitt aus diesem Entwurf prototypisch implementiert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-28398.html