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Prüfverfahren zur in-situ-Erkennung von Biokontamination auf technischen Oberflächen

 
: Schüle, A.

Heimsheim: Jost-Jetter Verlag, 2004, 127 S.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 2004
IPA-IAO Forschung und Praxis, 402
ISBN: 3-936947-38-4
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
In-Situ-Prüfung; Oberfläche; Prüftechnik; Prüfung

Abstract
Die Einhaltung und Überwachung von Grenzwerten maximal zulässiger Konzentrationen an Biokontamitationen ist in der hygienerelevanten Produktion von zentraler Bedeutung und wird in unterschiedlichen Richtlinien und Standards gefordert und beschrieben. Verfügbare Prüfverfahren zur Erkennung von Biokontamination auf technischen Oberflächen erlauben lediglich eine bedingte Bestimmung der tatsächlichen Keimzahl. Zudem sind diese in ihrer Reproduzierbarkeit beschränkt, da sie immer manueller Handhabung bedürfen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Prüfverfahren zur in-situ-Erkennung der Biokontamination auf technischen Oberflächen erarbeitet, welches das Vorhandensein von Mikroorganismen registriert und hier die Qualitätssicherung effizienter gestalten kann.
Das Prüfverfahren basiert auf einer streifenden Beleuchtung der Oberfläche in Kombination mit einer Fluoreszenanregung universeller Zellinhhaltsstoffe. Basierend auf der streifenden Beleuchtung wird der Kontrast zwischen rauen technischen Oberflächen und den darauf befindlichen Kontaminationen erheblich verstärkt. Durch Beleuchtung der Oberflächen mit geeigneten Wellenlängen und Erfassung der Fluoreszenzantwort universeller Zellinhaltsstoffe wird die Differenzierung von Biokontamination auf technischen Oberflächen zu den kontaminierenden abiotischen Partikeln möglich.
Zur Verifizierung des Verfahrens wurde ein Prüfaufbau zur Erkennung von Biokontamination auf technischen Oberflächen auf Basis eines fluoreszenzoptischen Nachweises spezifischer universeller Zellinhaltsstoffe (NAD(P)H bzw. Riboflavin) erstellt. Die Verifizierung wurde mit für die hygienerelevante Produktion repräsentativen Testpartikeln (Polysyrol, Metallabrieb, S. cerevisae, M. luteus und E. coli) und Testoberflächen ( Edelstahl, Aluminium, PP, PE) durchgeführt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-24230.html