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Die Wirkung unterschiedlicher Biografiemerkmale auf den Gender Pension Gap

 
: Flory, Judith; Hänisch, Carsten; Klos, Jonas

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-2383880 (903 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: fd2ea8571c83571488e7262b7e5ae1f4
Erstellt am: 23.4.2013


Sankt Augustin: Fraunhofer FIT, 2013, 50 S.
Deutsch
Studie, Elektronische Publikation
Fraunhofer FIT ()
Gender Pension Gap; Alterssicherung; Oaxaca-Blinder-Dekomposition

Abstract
Im Jahr 2011 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den sogenannten Gender Pension Gap (GPG) zur Erfassung der relativen Lücke zwischen den durchschnittlichen eigenen Alterssicherungsleistungen von Frauen gegenüber denen von Männern eingeführt. Der Gap betrug für das Jahr 2007 rund 60 Prozent, aktuell für Daten des Jahres 2011 beträgt der Gap 57,2 Prozent. Das heißt, Frauen in Deutschland beziehen um fast 60 Prozent geringere eigene Alterssicherungsleistungen als Männer. Die vorliegende Untersuchung im Auftrag des BMFSFJ widmet sich der Fragestellung, inwiefern sich Merkmale der persönlichen Biografien von Frauen und Männern in der geschlechtsspezifischen Lücke der durchschnittlichen eigenen Alterssicherung niederschlagen und dadurch zum Ausmaß des Gen der Pension Gap beitragen. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird auf Basis der Daten zur Alterssicherung in Deutschland (ASID) 2007 eine Oaxaca-Blinder-Dekompositionsanalyse vorgenommen, die den Gender Pension Gap in einen erklärten und einen unerklärten Teil unterteilt. Der erklärte Teil des Gap lässt sich auf Unterschiede in Ausstattungen zwischen Frauen und Männern zurückführen, zum Beispiel auf eine unterschiedliche Zahl durchschnittlicher Erwerbsjahre. Der unerklärte Teil kann nicht durch solche Unterschiede in den Merkmalen der persönlichen Biografien, sogenannter Ausstattungsmerkmale, von Frauen und Männern erklärt werden. Für die jüngste Rentnerkohorte der Frauen und Männer mit eigenen Alterssicherungsleistungen im Alter zwischen 65 und bis unter 70 Jahren beträgt der erklärte Teil des Gender Pension Gap knapp 30 Prozent, während die verbleibenden 70 Prozent nicht durch Ausstattungsmerkmale erklärt werden können. Zwei wesentliche Faktoren in denen sich die Biografien von Frauen und Männer unterscheiden und so zum Gender Pension Gap beitragen sind die Ausstattungsmerkmale Anzahl der Erwerbsjahre und Bildung.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-238388.html