Fraunhofer-Gesellschaft

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Zukunft der Instandhaltung

 
: Kuhn, Axel; Wötzel, André; Bandow, Gerhard

Bandow, Gerhard (Hrsg.):
InFo 2013 Veränderung beherrschen - Exzellente Lösungen aus Praxis und Wissenschaft : Tagungsband zum 15. InstandhaltungsForum der Technischen Universität Dortmund; 22. und 23. März 2013
Dortmund: Praxiswissen Service, 2013 (Forum Vision Instandhaltung)
ISBN: 978-3-86975-076-7
S.17-40
InstandhaltungsForum (InFo) <15, 2013, Dortmund>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IML ()
Instandhaltung; Produktion; Internet der Dinge; Internet der Dienste und Daten; Megatrend; smart factory; globale Wettbewerbsfähigkeit; Demografie; Ressourceneffizienz; Energieeffizienz; Resilienz; Krisentauglichkeit

Abstract
Instandhaltung ist ein entscheidender Wettbewerbs- und Wirtschaftsfaktor. Es hat viele Jahre, sogar Jahrzehnte gedauert, bis diese Aussage in Praxis und Wissenschaft eine breite Zustimmung gefunden hat. Auch heute gibt es noch Bedenkenträger. Das zeigt sich vor allem darin, dass in vielen Publikationen und Vorträgen diese Aussage nicht selbstverständlich für sich alleine steht, sondern immer noch in den ,,alten" Kontext gebracht wird. So heißt es in der Regel, "Instandhaltung: vom Kostentreiber zum Wertschöpfungsfaktor" (z. B. Motto der MAINDAYS 2013). Eine absolut positive Aussage wird so in einem negativen Kontext dargestellt, der Wert der Instandhaltung dadurch gleich wieder relativiert. Das zeigt sich darüber hinaus auch, wenn es um das Thema Kosten geht. Zwar wird argumentiert, dass die Gesamtkosten der Produktion zu minimieren sind, jedoch soll dies durch eine Minimierung der Instandhaltungskosten erfolgen IM. Es wird nicht hinterfragt, ob eventuell andere Kosten oder ob gerade eine unzureichende Instandhaltung aufgrund von früheren Kostenerwägungen für hohe Gesamtkosten verantwortlich sind. Das Emergenz-Prinzip gilt im Zusammenhang mit der Instandhaltung scheinbar nicht.
Alle Anstrengungen den Stellenwert und die Bedeutung der Instandhaltung adäquat darzustellen, führen offensichtlich immer wieder auf alte Denkstrukturen zurück. Das ist wie Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlen. Die Instandhaltung wird so zum Getriebenen äußerer Einflussfaktoren, dabei könnte sie der Treiber für Veränderung zum Besseren sein. Im Beitrag wird aufgezeigt, vor welchen Herausforderungen die Instandhaltung steht, warum Wahrnehmung und Realität auseinanderklaffen und welche Antworten die Instandhaltung bereits heute auf die Herausforderungen hat. Es muss gelingen, die Chancen zu ergreifen, um die Veränderungen der weiterhin turbulenten und dynamischen Zukunft soweit wie möglich zu beherrschen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-234777.html