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In-situ Überwachung des Rissfortschrittverhaltens mit zerstörungsfreien Messmethoden

 
: Tschuncky, Ralf; Szielasko, Klaus; Altpeter, Iris; Herrmann, Hans-Georg; Dobmann, Gerd; Boller, Christian

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-2293732 (2.8 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 2b5f6b531d561ba4bf3b391c0aadbbf2
Erstellt am: 16.3.2013


Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung. DGZfP-Jahrestagung 2012. CD-ROM : Graz, 17. - 19. September 2012; DACH-Jahrestagung 2012 Zerstörungsfreie Materialprüfung
Berlin: DGZfP, 2012 (DGZfP-Berichtsbände 136-CD)
ISBN: 978-3-940283-44-3
Paper Di.1.C.3
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (Jahrestagung) <2012, Graz>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()
Risswachstum; Ultraschalllaufzeit

Abstract
Das Basissicherheitskonzept zur Auslegung kerntechnischer Anlagen erfordert u.a. die Absicherung der Werkstoffqualität bezüglich Zähigkeit und Sprödbruchanfälligkeit. Hierzu werden derzeit Kerbschlagbiegeversuche (z.B. zur Ermittlung der Sprödbruchübergangstemperatur) durchgeführt. Die Compact Tension-Versuche (C(T)-Versuche) dienen zur Ermittlung der Bruchzähigkeit, Rissinitiierung, des Risswachstums usw. Die Quantifizierung des Versagensverhaltens im Übergangsbereich der Zähigkeit ist derzeit nur bedingt möglich, was entsprechend hohe Sicherheitsabstände zur Bewertung des Versagensverhaltens erforderlich macht. Die zusätzliche Instrumentierung solcher Versuche sollte weitere Informationen über den Versagensablauf liefern und eine bessere bruchmechanische Beurteilung der Versagenswahrscheinlichkeit erlauben. Hierzu wurden in Analogie zum C(T)-Versuch Dreipunkt-Biegeversuche und in Analogie zum Kerbschlagbiegeversuch Fallversuche mit in-situ ZfP-Sensorik zur Erfassung von Ultraschalllaufzeiten und Streuflusssignalen durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass sowohl die gemessene Ultraschalllaufzeit als auch die Streuflusssignale Informationen über das Rissgeschehen während des Biegeversuches liefern. Insbesondere die Ultraschalllaufzeit kann das Risswachstum in-situ kontinuierlich nachweisen. Dies belegt ein linearer Zusammenhang zwischen der Ultraschalllaufzeit und dem Risswachstum. Darüber hinaus konnte auch der Zeitpunkt der Rissinitiierung sowohl im Ultraschalllaufzeitsignal als auch im Streuflusssignal detektiert werden. Besonders im Fallversuch, konnten die Streuflusssignale Informationen zum Risswachstum liefern.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-229373.html