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Schlussbericht für das Vorhaben OPTIKON - Optimierte Konfiguration normkonformer domänenspezifischer Prozesse für KMU

 
: Armbrust, Ove; Kowalczyk, Martin; Steinbach, Silke; Zehler, Thomas

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-2256336 (1.0 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 81796f94728f14ef4f95f16b6849567f
Erstellt am: 6.2.2013


Kaiserslautern, 2012, 24 S.
IESE-Report, 103.12/D
Reportnr.: 103.12/D
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IESE ()
software engineering; compliance management; scoping; evaluation; process evolution; OPTIKON; process compliance

Abstract
Das Projekt OPTIKON bearbeitete die wichtige Thematik der optimierten Konfiguration normkonformer domänenspezifischer Prozesse für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Entwicklung von Software im industriellen Umfeld unterliegt vielen Anforderungen, die durch Standards gebündelt werden. Dabei existiert eine Vielzahl von Standards und Normen, die von sehr allgemeinen Werken wie z.B. der ISO/IEC 12207 oder ISO/IEC 15504 über Spezialisierungen wie European Cooperation on Space Standardization (ECSS) und Automotive SPICE®1 bis hin zu sehr branchenspezifischen Normen wie dem DIN Normenausschuss 087 Fahrweg und Schienenfahrzeuge (FSF) für Bahnanwendungen reichen.
Unternehmen, die Systeme, Software oder softwareintensive Systeme entwickeln, unterliegen oft einer Vielzahl dieser Normen. Die Einhaltung der entsprechenden Normen wird in der Regel von den beauftragenden Unternehmen (oft Großunternehmen, GU) gefordert und kontrolliert. Die auftragnehmenden Unternehmen (meist KMUs) müssen in der Folge mit vielen Normen parallel arbeiten, die teils deckungsgleich sind, sich teils überschneiden oder sogar widersprechen. Insbesondere für deutsche Unternehmen mit einem typischerweise hohen Exportanteil ist es wichtig, auch auf internationale Normen flexibel, schnell und effizient reagieren zu können. OPTIKON setzt hierbei an zwei Punkten an: (1) Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen agieren sehr agil am Markt, d.h. sie passen sich deutlich schneller veränderten Rahmenbedingungen an als Großunternehmen. Um dies dauerhaft erfolgreich tun zu können, müssen sie ihre Prozesse kontinuierlich bewerten und an Veränderungen anpassen. (2) Im Gegensatz zu Großunternehmen können KMUs ihren Partnern dabei jedoch zumeist keine Prozesse vorschreiben, sondern bekommen sie selbst vorgeschrieben.
Die Scoping-Methodik (AP 1) und das Vorgehen zur standardkonformen Prozess-evolution (AP 3) ermöglichen es KMUs, ihre Prozesse systematisch und effizient zu verwalten und zu optimieren. Zum anderen stellt die gleichzeitige Assessierung nach mehreren Standards (vgl. AP 2 und AP 4) ein hoch innovatives Vorgehen dar, welches enorme Kosteneinsparungen für KMUs ermöglicht, insbesondere im Hinblick darauf, dass bislang alle Standards unabhängig voneinander geprüft werden.
Als Forschungspartner mit starkem Anwendungsbezug und Expertise im Bereich des empirischen Software Engineerings und insbesondere dem Prozessmanagement, lag der Beitrag des Fraunhofer IESE sowohl im Bereich der Konzeptentwicklung (AP1 Scoping-Methodik, AP3 Vorgehen zur standardkonformen Prozessevolution) als auch in der Entwicklung entsprechender Prototypen zu den Methoden aus AP1 und AP3 sowie der Unterstützung der praktischen Evaluierung (AP5 Evaluation).

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-225633.html