Fraunhofer-Gesellschaft

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Möglichkeiten zur Optimierung der Hybridtechnik bei Stadtbussen

Energiemanagement reduziert Treibstoffverbrauch des Swisshybrids
 
: Groos, Norbert

Der Nahverkehr (2012), Nr.6, S.7-12
ISSN: 0722-8287
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IVI ()
Hybridbus; hybrid; Bus; Elektromobilität

Abstract
Der Einsatz von Linienbussen im Straßenverkehr und der Ansatz von Hybridtechnik passen zueinander. In Städten kommt ein Linienbus im Durchschnitt etwa alle 400 m zum Halten, durch Stopps an Lichtsignalanlagen oder durch andere Behinderungen. Konventionell angetriebene Linienbusse wandeln bei Bremsvorgängen kinetische beziehungsweise potenzielle Energie in Reibwärme um. Hybridbusse können diese Energie hingegen speichern und beispielsweise für Anfahrvorgänge wiederverwenden, was den Stadtlinienbus zum idealen Anwendungsfall für die Hybridtechnik macht. Mit der Entwicklung der Hybridtechnik bei der Vossloh Kiepe GmbH (VKD) wurde schon vor dem "Hybridboom" in Europa begonnen. Bereits frühzeitig wurde entschieden, einen modularen Baukasten zu entwickeln und sich nicht auf ein festgelegtes Fahrzeugkonzept zu beschränken, um alle Fassetten der Elektromobilität abdecken zu können. In kürzester Zeit wurde eine Hardwarebasis geschaffen, die heute durch Verbesserungen weiter optimiert wurde. Das Ziel der Elektromobilität ist es, den Verbrauch von Kraftstoff im Transportbereich zu senken und mindestens 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß entsprechend dem Kyoto-Protokoll zu erreichen. Für Stadtlinienbusse lassen sich Trolleybusse, Hybrid-Trolleybusse und reine Batteriebusse unter dem Begriff Elektromobilität zusammenfassen. Alle erwähnten Fahrzeugkonzepte können und wurden mit HIlfe des modularen Vossloh-Kiepe-Baukastens realisiert. Als Beispiele seien die Trolleybusse der Carrosserie Hess AG in Genf und in vielen weiteren Städten der Schweiz, Trolleybusse mit Energiespeicher für Mailand und Parma, die Brennstoffzellenbusse der Regionalverkehr Köln GmbH und für Amsterdam sowie die mit der Firma Solaris entwickelten Batteriebusse erwähnt. Schewrpunkmäßig wird im vorliegenden Beitrag die schrittweise Optimierung des in Kooperation mit der Carrossereie Hess AG entwickelten Swisshybrids, der in Verkehrsbetieben des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr, in Dresden, Leipzig und Lübeck zum Einsatz kommt, vorgestellt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-210018.html