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Sichere Rohrleitungssysteme: Vermeidung von Druckstößen und Kavitationsschlägen

 
: Prasser, H.-M.; Dudlik, A.; Schoenfeld, S.-B.; Apostolidis, A.; Schlüter, S.

Technische Überwachung : TÜ 43 (2002), Nr.6, S.10-12
ISSN: 0376-1185
ISSN: 0372-2457
ISSN: 1434-9728
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
Druckstoß; Kavitationsschläge; passives Sicherheitssystem; ABS-Armatur

Abstract
In Rohrleitungssystemen können durch instationäre Strömungsvorgänge gefährliche Betriebsbedingungen entstehen, die, infolge von mehrfach erhöhtem Systemdruck und von Lasteinträgen in Halterungen, Mensch und Umwelt erheblich schädigen. Je nach Industriebranche können unterschiedliche betriebsbedingte Ursachen zu sogenannten Druckstößen, Kavitations- und Kondensationsschlägen führen, z.B.:
Kontaktkondensation von Dampf und Wasser (Kraftwerke),
plötzliche Änderung der Flüssigkeitsgeschwindigkeit (Wasser, Chemie),
Pfropfenströmungen (Öl- und Gasversorgung).
Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen und Forschungszentrum Rossendorf FZR untersuchen Ursachen, Folgen und Möglichkeiten zur Vermeidung von Druckstößen und Kavitationsschlägen. Hierzu stehen Versuchsanlagen unterschiedlichen Massstabs sowie kommerzielle wie eigenentwickelte Softwaretools zur Verfügung. Aus den Forschungsergebnissen wurden neue Methoden zur Vermeidung von Druckstößen und Kavitationsschlägen entwickelt. Hierbei werden neue oder vorhandene Absperrarmaturen mit einem hydraulischen Bremssystem (ABS-Armatur®) ausgerüstet und mit einer Rückschlagklappe kombiniert angeordnet. Das System gilt auch für bereits existierende Anlagen als besonders geeignet, da es keine Hilfsenergie benötigt und sich an Änderungen der Systemparameter Druck und Fließgeschwindigkeit selbständig anpasst.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-20860.html