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Variable Stromtarife aus Kundensicht - Akzeptanzstudie auf Basis einer Conjoint-Analyse

 
: Dütschke, Elisabeth; Unterländer, Michael; Wietschel, Martin

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-1998002 (505 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: f39c3ec9e8d75e3c61574604ec213761
Erstellt am: 26.4.2012


Karlsruhe: Fraunhofer ISI, 2012, 21 S.
Working Paper Sustainability and Innovation, S1/2012
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()
variabler Stromtarif; Lastverschiebung; Kundenakzeptanz; smart home

Abstract
Das Energiewirtschaftsgesetz der Bundesrepublik Deutschland schreibt Energieversorgern vor, bis Ende 2010 lastabhängige und/oder zeitvariable Stromtarife anzubieten. Bisher ist jedoch noch wenig über die Einschätzung dieser Tarifmodelle durch die Konsumenten bekannt. Jedoch nur wenn solche flexiblen Tarife neben den Anforderungen der Energieversorgungsunternehmen (EVU) auch den Bedürfnissen der Kunden Rechnung tragen, können die gewünschten Effekte Lastverlagerung und Energieeinsparung realisiert werden. Die vorliegende Studie ermittelt deshalb Konsumentenpräferenzen in Bezug auf entsprechende Stromtarife auf Basis einer Conjoint-Analyse mit 160 Befragten. Dieses Verfahren erlaubt es, von der Beurteilung ganzer Produktkonzepte auf die Nutzenwerte einzelner Merkmalsausprägungen zu schließen. D. h. im vorliegenden Fall, die Attraktivität der einzelnen Tarifkomponenten zu bestimmen. Die Ergebnisse liefern konkrete Hinweise für die Gestaltung von Tarifmodellen.
Die Analyse zeigt, dass Stromkunden einen statischen Tarif bevorzugen, und dass der Nutzen für die Kunden mit steigendem Grad der Dynamik des Tarifs, d.h. der Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Schwankung des kWh-Preises, abnimmt. Darüber hinaus wird eine geringe Schwankungsbreite des Preises je kWh gegenüber einer höheren Schwankungsbreite bevorzugt. Für das Lastmanagements bevorzugen die Befragten programmierbare Haushaltsgeräte, die automatisch auf Preissignale reagieren gegenüber einer manuellen Steuerung. Insgesamt weisen die Ergebnisse somit daraufhin, dass eine breite Einführung variabler Tarife vermutlich nur in Kombination mit einer automatischen Steuerung zu positiven Effekten führen kann, da die Konsumenten statische Tarife bevorzugen, mit denen der Umgang im Alltag einfacher ist.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-199800.html

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