Fraunhofer-Gesellschaft

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Life Cycle Assessment in der Logistik

 
: Köhler, Daniel C.F.; Steinhilper, Rolf

Zadek, Hartmut (Hrsg.); Schulz, Robert (Hrsg.) ; Bundesvereinigung Logistik e.V. -BVL-, Bremen:
Sustainable Logistics : Nachhaltigkeit von Logistikzentren durch Emissionsbewertung, Ressourcenschonung und Energieeffizienz
Hamburg: DVV Media Group, 2011 (Schriftenreihe Wirtschaft & Logistik)
ISBN: 978-3-87154-450-7
S.34-44
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer IPA ()
Ökologische Produktpolitik; Nachhaltigkeit; Life Cycle Assessment (LCA); Logistik

Abstract
Der Terminus Ökologie und das daraus abgeleitete Adjektiv ökologisch haben sich in den letzten Jahren von Fachbegriffen, die in ihrer Bedeutung lediglich einer Minderheit bekannt waren, zum Allgemeingut einer breiten Bevölkerungsgruppe entwickelt. Erhöhtes Umweltbewusstsein, gesetzliche Vorgaben, steigende Energiepreise und der damit verbundene Zwang zur ökologischen Optimierung sowie die wachsende Nachfrage der Kunden nach umweltorientierten Produkten lassen viele Unternehmen ein immer stärkeres Augenmerk auf das Thema Ökologie richten. Die daraus entstehenden neuen Anforderungen betreffen in einem hohen Maße auch die Logistik, "das Herzstück und das Nervenzentrum unserer Ökonomie", und manifestieren sich zunehmend unter dem Schlagwort Nachhaltigkeit (engl. sustainability), das namensgebend für den Arbeitskreis Sustainable Logistics der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) ist. Nachhaltigkeit gliedert sich in eine ökonomische, eine soziale und eine
ökologische Dimension und setzt sich im Bereich der Logistik insbesondere mit Fragestellungen zum Erhalt einer intakten Natur und zur Sicherung der notwendigen Mobilität auseinander. Die zukunftsweisende Bedeutung zeigt sich darin, dass die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1994 Nachhaltigkeit als Staatsziel und Grundlage politischen Handelns in der Verfassung festgeschrieben hat. Dem Prinzip "you can only manage, what you can measure" folgend muss der erste Schritt einer Bewertung, einer Veränderung oder einer Optimierung, deren Notwendigkeit sich Unternehmen nun stellen, darin bestehen, ökologische Transparenz in (Logistik-)Systeme zu bringen. Gerade in der ökologischer Dimension ist Nachhaltigkeit jedoch nicht so leicht messbar, da sie sich unterschiedlich äußert und folglich sowohl qualitativ als auch quantitativ schwer zu erfassen ist. Dieser Beitrag gibt eine kurze allgemeine Einführung unter Bezugnahme auf ein fiktives Beispiel aus der Logistik in die Methode des Life Cycle Assessments (LCA, dt. Ökobilanz), die genau die umrissenen Anforderungen erfüllt und als Basis für einen Managementprozess herangezogen werden kann. Die besondere Aufmerksamkeit gilt der CO2-Bilanzierung, da sie im öffentlichen Bewusstsein von allen Methoden am tiefsten verankert ist. Darüber hinaus werden dem Anwender unterstützende Softwaretools und Datenbanken vorgestellt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-197221.html