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Integration von Modellkonzeption und Management der Unternehmensmodellierung

 
: Knothe, Thomas
: Mertins, Kai

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Stuttgart: Fraunhofer Verlag, 2011, XII, 176 S.
Zugl.: Berlin, TU, Diss., 2011
Berichte aus dem Produktionstechnischen Zentrum Berlin
ISBN: 3-8396-0355-2
ISBN: 978-3-8396-0355-0
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPK ()
Prozessmanager; IT-Architekt; Führungskraft

Abstract
Die Unternehmensmodellierung leistet eine bedeutende Unterstützung beim Umgang mit der zunehmenden Komplexität in Unternehmen. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten 30 Jahren Methoden und Werkzeuge zur Unternehmensmodellierung entwickelt und insbesondere in mittleren bis großen Unternehmen eingesetzt. Trotz der Vorteile steht die Unternehmensmodellierung in der Kritik, da aufwendig erstellte Modelle nach kurzer Zeit veralten und zur kontinuierlichen Verbesserung nur noch unzureichend einsetzbar sind.
Diese Arbeit untersucht einerseits die methodische Ableitung von modellbestimmenden Parametern wie z.B. den erforderlichen Detaillierungsgrad entsprechend der Unternehmens- und Modellierungsziele. Andererseits werden die Fähigkeiten von Organisationen und ihrer Mitarbeiter zur Erstellung und Anwendung von Unternehmensmodellen betrachtet. Eine bisher unzureichende Systematik führt zu Modellierungsprojekten, die dem Unternehmen bezüglich Qualifikationsanforderungen, Budget- und Zeitbedarf nicht angepasst sind.
Im Mittelpunkt steht eine Methode anhand der Modellierungsziele mit den Fähigkeiten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter verknüpft werden. Diese Verknüpfung hilft bei der Definition bestimmender Parameter eines Unternehmensmodells, so dass dem Modellierungszweck bei gleichzeitig minimalem Aufwand zur Modellerstellung, entsprochen werden kann.
Kern dieser Methode ist eine Integrationsmatrix, mit der die systematische Identifizierung der Abhängigkeiten zwischen den Zielen zur Modellerstellung und den auszuprägenden Modellparametern in Abhängigkeit der Fähigkeiten eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter zur Unternehmensmodellierung erfolgt. Ein Vorgehensmodell stellt dazu eine Richtlinie für die Anwendung in Modellierungsprojekten bereit.
Die Nutzenpotentiale liegen in einer verbesserten Transparenz der Modellbildung und der effizienten und nachhaltigen Implementierung modellbasierter Managementsysteme, die anhand eines Anwendungsfalls verdeutlicht werden und Anknüpfungspunkte für weitere Forschungsarbeiten bilden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-195626.html