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Stoffstromorientierte Gestaltung und informationstechnische Unterstützung der Arbeitsplanung mit dem Ziel einer ökoeffizienten Fertigung

 
: Rey, U.

Heimsheim: Jost-Jetter Verlag, 2003, 137 S.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 2003
IPA-IAO Forschung und Praxis, 383
ISBN: 3-936947-15-5
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Fraunhofer IAO ()
Ökoeffizienz; Stoffstrommanagement; Informationstechnik; Arbeitsplanung; Fertigung

Abstract
Der Ansatz der betrieblichen Ökoeffizienz, welcher die Voraussetzung einer langfristigen ökologischen Fertigung im Unternehmen nur dann als gegeben sieht, wenn diese ökonomisch tragbar ist, lässt sich Unternehmen gegenüber vertreten. Die betriebliche Ökoeffizienz als Maßgrösse nachhaltigen Wirtschaftens wird daher in der Arbeit als ökonomisch-ökologische Effizienz verstanden.
Die Umsetzung ökoeffizienter Ansätze im Bereich der Konstruktion durch eine zweckmässige Produktbeschreibung und in den planenden Abteilungen nachgelagerten Produktionsbereiche wurden bereits in verschiedenen Arbeiten betrachtet. Erstmals wird die Arbeitsplanung auf Potenziale untersucht.
Dazu wird ein Prozess- und Objektmodell der ökoeffizienten Fertigung zugrundeliegenden Arbeitsplanung entwickelt und ein zu deren Umsetzuing notwendiges informationstechnisches Unterstützungssystem implementiert. Der Arbeitsplaner als Anwender des Systems wird in die Lage versetzt, für eine kontinuierliche Optimierung der Planungsparameter unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten zu sorgen.
Es wird in der Abhandlung eine Zusammenfassung von Anforderungen herausgearbeitet, die die Grundlage für die Entwicklung einer neuartigen Vorgehensweise bei der Arbeitsplanung darstellt. Neben Kosten werden in der stoffstromorientierten Arbeitsplanung auch umweltrelevante Grössen in dem zugrundeliegenden Informationsmodell erfasst. Das hergeleitete Informationsmodell mit seinen Elementen wird durch die Entwicklung von Algorithmen für die Umsetzung benötigter Funktionalität zu einem implementierbaren Prozess- und Objektmodell weiterentwickelt und als Prototyp programmiert.
Die stoffstromorientierte Arbeitsplanung wurde in sechs produzierenden Unternehmen als verschiedenen Branchen evaluiert. Hierbei stellte sich heraus, dass die Vorgehensweise der stoffstromorientierten Arbeitsplanung nicht ohne vorhergehende detaillierte Analyse des jeweiligen Unternehmens eingeführt werden sollte. Die für die erfolgversprechende Einführung notwendigen praxisbezogene Kriterien werden aufgezeigt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-17928.html