Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

BeKaS - Entwicklung neuer Technologien zur Herstellung beschichtungsgerechter Kanten im Schiffbau durch thermische Bearbeitungsverfahren. Teilprojekt 5: Untersuchung der korrosionsschutztechnischen Zusammenhänge und Ermittlung der Standzeiten organischer Beschichtungssysteme an Kanten schiffbaulicher Stahlstrukturen

Abschlussbericht. Zeitraum: 01.07.2007 - 31.12.2009. Förderkennzeichen: 03SX238D
 
: Buchbach, S.; Plagemann, P.

:
Volltext (PDF; )

Bremen: Fraunhofer IFAM, 2010, 58 S.
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
Das Ziel des Verbundvorhabens BeKaS war die Entwicklung von Verfahren und Werkzeugen für eine weitgehende Substitution der manuellen spanenden Kantennachbearbeitung im Schiffbau zum Zweck der Beschichtungsvorbereitung an ebenen plattenförmigen Bauteilen durch eine hocheffektive thermische Bearbeitung mittels Laser- oder Plasmastrahl. Insbesondere beim CO2-Laser konnte eine wesentliche Performance-Verbesserung erreicht werden, auch der Festkörperlaser hat zur Performance des Formfräsers aufgeschlossen. Es zeigt sich also, dass durch eine Optimierung der Verfahren wesentlich Einfluss auf das Korrosionsverhalten an der Kante genommen werden kann und mittels der genutzten Bearbeitungsverfahren bessere bzw. gleichwertige Ergebnisse wie bei klassischen Bearbeitungsmethoden wie einfaches Kantenbrechen mit der Flex bzw. 3-Pass- Grinding erreicht werden kann. Parallel dazu wurden Untersuchungen zur Standzeit organischer Beschichtungssysteme an Kanten durchgeführt sowie Möglichkeiten und Voraussetzungen einer kostenoptimalen Integration der neuen Verfahren in den schiffbaulichen Fertigungsprozess untersucht. Im Rahmen des Teilvorhabens 5 wurden Prüfmethoden entwickelt, die eine Bewertung des Einflusses der Kantenbehandlung, sowohl mittels der klassischen als auch mittels der neuen thermischen Verfahren auf die Korrosionsschutzwirkung organischer Beschichtungssysteme auf einer wissenschaftlich gesicherten Basis erlauben. Es wurden sowohl elektrochemische Verfahren, als auch Auslagerungs-Prüfmethoden konzipiert und angewandt. Die elektrochemischen Methoden (hier elektrochemische Impedanzspektroskopie EIS) wurden eingesetzt, um die Mechanismen der Korrosion an der Kante zu untersuchen. Meßzellen zur Untersuchung von Kantenphänomenen für einen vergleichbaren Anwendungsfall sind bislang nicht verfügbar und werden im Rahmen des Projektes entwickelt. Die Ergebnisse des Teilvorhabens werden unter anderem dazu dienen, die Normenkonformität der mittels thermischer Bearbeitung erzeugten Kanten nachzuweisen und die Verfahrenszulassung Approval in Principle zu erreichen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-165314.html