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Keramikfilter in der Abgasanlage zur Staubemissionsminderung von Biomassefeuerungsanlagen

Abschlussbericht, Laufzeit des Vorhabens/Berichtszeitraum 01.04.2008 bis 31.03.2009. Förderkennzeichen BMELV 22022006
 
: Adler, J.; Kalisch, A.

:
Volltext (PDF; )

Dresden, 2009, 39 S.
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IKTS ()
Fraunhofer IBP ()
Abgasreinigung; Asche; Betriebskosten; Feinstaub; Feuerungsanlage; Filterabscheidungsgrad; Gegendruck; Holz; Keramikfilter; Regenerierung; Schaumkeramik

Abstract
Die Abscheidung von Feinstpartikeln aus Abgasströmen ist ein aktuelles Problemfeld in vielen industriellen Bereichen. Prinzipiell können keramische oder metallische Filter zur Heißgasentstaubung und Partikelfiltration verwendet werden, sind aber entweder aufgrund des hohen Gegendruckes und der erforderlichen Regenerationstechnik, oder wegen des hohen Platzbedarfs und Preises weder technisch, noch wirtschaftlich in Einzelfeuerstätten einsetzbar. Ziel des Projektes war die Entwicklung und Erprobung von Keramikfütern in kleinen Biornassefeuerungsanlagen mit Wärmeleistungen kleiner als 50 kW, insbesondere bei mit Scheitholz und Holzpellets befeuerten Heizkesseln und Einzelraumfeuerstätten, Dabei wurden Keramikfilter aus offenzelliger Schaumkeramik im Verbindungsstück zwischen Feuerstätte und Schornstein eingesetzt. Neben Druckverlust/Abscheideleistung lag besonderes Augenmerk auf der Filterregeneration von nichtbrennbaren Bestandteilen der abgeschiedenen Partikel (Aschen). Der entwickelte Filter besitzt einen sehr geringen Gegendruck, wodurch ein Betrieb mit Naturzug möglich ist. Es wurden Partikelanzahlbezogene Abscheidegrade von 51% erreicht. Der Filter scheidet besonders gut Feinstpartikel unter 100 nm ab. Nach ca. 6 Abbrandzyklen war eine Regeneration mit thermischen Mitteln notwendig und in allen Versuchen erfolgreich, ohne dass eine Akkumulation von Asche im Filter zu verzeichnen war. Versuche zur Aschereinigung wurden an Filtern mit analoger Schaumkeramikstruktur durchgeführt. Eine Reinigung war mit relativ einfachen Mitteln möglich. Die Filterreinigung von nichtbrennbaren Bestandteilen ist voraussichtlich erst nach sehr langen Betriebszeiten (> 2 Heizperioden) notwendig und kann extern mit wenig Aufwand durchgeführt werden. im Projekt wurden die voraussichtlichen Filter- und Fiitersystemkosten bei mittleren und hohen Stückzahlen abgeschätzt. Die Anschaffungs- und Betriebskosten zeigen, dass eine wirtschaftliche Erst- oder Nachrüstung kleiner Einzelfeuerstätten mit dem entwickelten Filter möglich sein sollte.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-141542.html