Fraunhofer-Gesellschaft

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Unterstützung des Innovationsmanagements durch IT-Systeme

Bedarf und Anwendungen in der Praxis
 
: Spath, D.; Heubach, D.; Ardilio, A.

Hofmann, J.:
IT-basiertes Innovationsmanagement : Open Evaluation, Crowdsourcing in Dienstleistungsunternehmen, Kundeninteraktion im Maschinen- und Anlagenbau, Plattformen für innerbetriebliches Innovationsmanagement, Kollaboratives Trendscouting, Innovationsnetzwerke in der Textilindustrie
Heidelberg: dpunkt Verlag, 2010 (HMD - Praxis der Wirtschaftsinformatik 273)
ISBN: 978-3-89864-673-4
S.6-20
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer IAO ()

Abstract
Der wachsende Stellenwert des Innovationsmanagements generiert einen zunehmenden Bedarf an geeigneten Werkzeugen und Tools für den Aufbau eines effektiven und effizienten Innovationsmanagements. IT unterstützt hierbei vornehmlich die Generierung von Innovationen und deren zügige Umsetzung sowie die Beschaffung, Verarbeitung und Bewertung von innovationsrelevanten Informationen. IT-Systeme greifen dabei auf unterschiedliche Gestaltungsfelder des Innovationsmanagements zurück: die Innovationsstrategie, die Innovationssteuerung, den Innovationsprozess sowie das prozessumfassende Informationssystem. Softwaresysteme gestalten den Innovationsprozess stärker als integrierten und funktionsübergreifenden Prozess aus. Hierbei kann die IT-Unterstützung unterschiedliche Tragweiten ausbilden: Es kommen neben IT-Lösungen zur Unterstützung einer einzelnen Phase des Innovationsprozesses (z.B. Systeme zur Kreativitätsförderung) auch phasenübergreifende Lösungen zum Einsatz, die mehrere Phasen des Prozesses begleiten (z.B. Ideenplattformen). Einige wenige Systeme bieten eine innovationsprozessübergreifende Unterstützung an. Ein weiterer wichtiger Punkt in der IT-Diskussion ist die Unterstützung bei der Informationsbeschaffung in den frühen Innovationsphasen (charakterisiert durch eine hohe Unsicherheit). Dabei spielt die Integration des Internets eine zentrale Rolle, wie Umfragen zeigen. Demnach nutzen drei Viertel aller befragten Innovationsverantwortlichen das WWW, um sich z.B. über neue Techniktrends zu informieren. Angewandt werden informationsorientierte Recherchetools, dialogorientierte Tools oder dialog- und prozessorientierte Tools. Diese Umfragen zeigen zum einen, dass erfolgreiche Produktinnovatoren sehr viel häufiger die oben genannten Internetanwendungen nutzen. Zum anderen bestätigen sie auch, dass einfache, ohne Vorinstallationen nutzbare Recherchetools bevorzugt werden, wobei bei der Unterstützung der Informationssuche noch erhebliches Verbesserungspotenzial besteht.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-139038.html