Fraunhofer-Gesellschaft

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Wassertechnologie bei der Hartmetallaufbereitung

 
: Nebelung, M.; Thiele, S.

Kolaska, H. ; Verein Deutscher Eisenhüttenleute -VDEh-, Ausschuß für Pulvermetallurgie, Düsseldorf:
Energie- und Ressourceneffizienz durch Pulvermetallurgie : Vorträge und Ausstellerbeiträge des Hagener Symposiums am 26. und 27. November 2009 in Hagen
Rheine: Heimdall, 2009 (Pulvermetallurgie in Wissenschaft und Praxis 25)
ISBN: 978-3-939935-39-1
ISSN: 0939-0537
S.243-260
Hagener Symposium Energie- und Ressourceneffizienz durch Pulvermetallurgie <2009, Hagen>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IKTS ()
Hartmetall; Wolframcarbid; Cobalt; Phasendiagramm; Aufbereitung; Binder=keramische- Anwendung; Mahlen; Sprühtrocknen

Abstract
Die wässrige Aufbereitung oxidationsempfindlicher Feststoffmischungen ist bereits seit den 70er Jahren Gegenstand intensiver Forschungen. So werden Si3N4- Mischungen wässrig verarbeitet, AlN-Pulver werden passiviert, so dass sie wässrig konditioniert und verarbeitet werden können. Mit unterschiedlichen Ansätzen werden auch Hartmetallmischungen großtechnisch über Wassertechnologien zu Pressgranulaten und Strangpressmassen verarbeitet. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass viele Feststoffe bei Herstellung und Handling eine stabile Oxidschicht ausbilden. Durch angepasste Mahlparameter und parallele Passivierung frischer Oberflächen wird die Oxidation reduziert. Gleichzeitig können mit den Presshilfsmitteln, zugegeben als Lösung (PEG) oder als Emulsion (Paraffin), vor, während oder nach der Mahlung die Oberflächen geschützt werden. Die Lagerstabilität wird zusätzlich durch eine geringe Restfeuchte, die im Bereich des Sorptionsgleichgewichtes liegen soll, gewährleistet. Die umfassende Charakterisierung der eingesetzten Rohstoffe ermöglicht die Auswahl der Passivierungsmittel und Dispergatoren sowie der darauf abgestimmten Binderformulierung. In Kenntnis der Existenzbereiche der eingestellten Verarbeitungseigenschaften können dann die technologischen Parameter der Aufbereitung (Mahlen, Sprühtrocknen) sowie über die geforderten Durchsätze die Anlagendimensionen festgelegt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-132307.html