Fraunhofer-Gesellschaft

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Stabilisierung von Korrosionsschutzpigmenten

Schutzmöglichkeiten von Zink- und Magnesiumpigmenten in wasserverdünnbaren Systemen
 
: Brinkmann, A.; Zocholl, A.

Farbe und Lack 116 (2010), Nr.2, S.28-32
ISSN: 0014-7699
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IFAM ()
Chelatbildung; chemische Stabilisierung; Epoxidharz; kathodischer Korrosionsschutz; Kern-Schale-Verbundwerkstoff; Korrosionsschutzüberzug; Magnesium; Metallpigment; Metallpulver; Polypyrrol; Wasserlack; Zink

Abstract
Die Zinkstaubgrundierung ist ein bewährter kathodischer Korrosionsschutz des Stahls für Schiffsbau und Offshore-Anlagen und entsprechende Magnesiumpigmente sollen nun Aluminiumlegierungen schützen, beispielsweise im Flugzeugbau. Für wasserlösliche Anstrichmittel (VOC-Minderung) müssen die Metallstäube gegenüber dem Wasser stabilisiert werden. Chelatkomplexbildende Epoxidharze stabilisieren Magnesiumpigmente und Zinkpigmente in wasserverdünnbaren Lacksystemen und erhalten gleichzeitig die kathodische Korrosionsschutzwirkung. Im Handel gibt es bereits entsprechende Epoxidharze und diese müssen nun so eingesetzt werden, dass sie die Metallpigmente komplexieren, aber nicht vollständig belegen. Eine zweite Möglichkeit sind koagulierende Mehrfachschutzschichten. Sie bestehen aus mehreren funktionellen Oligomeren, die von innen (Pigment) nach außen zunehmend hydrophober werden. Sie stabilisieren die Metallpigmente in wasserverdünnbaren Lacksystemen ebenfalls, die Stabilisierung ist aber geringer als die mit chelatkomplexbildenden Epoxidharzen. Eine Stabilisierung durch Abscheidung von Polypyrrol ist nur für Zinkpigmente möglich. Die Polypyrrolabscheidung ergibt eine sehr gute Stabilisierung. Ob die Korrosionsschutzwirkung der Pigmente erhalten bleibt, ist jedoch fraglich.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-123058.html