Fraunhofer-Gesellschaft

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Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz

Neueste Marktentwicklungen im Bereich Gasaufbereitung und Netzeinspeisung
 
: Urban, W.

Weiland, P. ; Ostbayerisches Technologie-Transfer-Institut e.V. -OTTI-, Bereich Erneuerbare Energien:
18. Symposium Bioenergie - Festbrennstoffe, Biokraftstoffe, Biogas 2009 : 19./20. November 2009, Kloster Banz, Bad Staffelstein
Regensburg: OTTI, 2009 (Wissen für Profis)
ISBN: 978-3-941785-07-6
S.295-300
Symposium Bioenergie - Festbrennstoffe, Biokraftstoffe, Biogas <18, 2009, Bad Staffelstein>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
biogas feed-in; biogas upgrading; state of the art; process comparison; natural gas; gas distribution system; biogas upgrading; Biogaseinspeisung; Biogasaufbereitung; Stand der Technik; Verfahrensvergleich; Erdgasnetz

Abstract
Mit einer Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz ist eine räumliche und zeitliche Entkopplung zwischen Angebot und Nachfrage und damit eine sehr effiziente Biogasnutzung möglich. Allerdings ist dieser Nutzungspfad NICHT der Königsweg sondern eine mögliche Option, da hohe Aufbereitungskosten große Biogasanlagen erzwingen und der Anschluss an das Gasnetz nicht überall möglich ist. Eine dezentrale Verstromung von Biogas in KWK-Anlagen ist insbesondere dann attraktiver, wenn lokal eine hohe Wärmenutzung oder/und die Verwendung von Wirtschaftsdünger möglich ist. Jedes Projekt sollte im Kontext seiner Umgebung entwickelt werden. Biogase fallen oft außerhalb von Siedlungsgebieten und damit fern von Energiesenken an, was dazu führt, dass weniger die verschiedenen Nutzungsoptionen als vielmehr geeignete Transportmöglichkeiten zur Überwindung dieses prinzipiellen Disparitätsproblems über die Nutzung, die energetische Effizienz und die wirtschaftliche Attraktivität entscheiden. Biomassen und Abfälle sind nur begrenzt transportfähig, Wärmeversorgungsnetze unter wirtschaftlichen und energetischen Gesichtspunkten oftmals weniger attraktiv als die Einbindung von Biomassekonversionsanlagen in das Strom- und Gasnetz. Hinzu kommt, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen und Möglichkeiten für den Strom- oder Gastransport von dezentralen Biomassekonversionsanlagen hin zu Energiesenken im Vergleich zu Wärmenetzen ungleich besser sind. Des Weiteren gilt, dass leitungsgebundene Versorgungsstrukturen (Wärme-, Strom- oder Gasnetze) effizienter und rentabler sind, je dichter die Siedlungsstrukturen bzw. je höher der Energiebedarf pro Flächeneinheit ist. Ein Vorteil von Gas- und Stromnetzen gegenüber Wärmeversorgungsnetzen ist sicherlich auch die Speicherfähigkeit; bei Strom indirekt über Pumpspeicherwerke.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-120683.html