Fraunhofer-Gesellschaft

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Compliance-Anforderungen an Produkte (REACH, RoHS und IG 101)

Compliance restriction of hazardous substances for electronic products
 
: Hornberger, Markus

Westkämper, Engelbert (Hrsg.); Verl, Alexander (Hrsg.) ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart; Verein zur Förderung Produktionstechnischer Forschung e.V. -FpF-, Stuttgart:
Chemische Nickelabscheidung in der industriellen Anwendung : Theorie und praktische Beispiele. Fraunhofer IPA Workshop, 13. Oktober 2009, Stuttgart
Stuttgart, 2009 (Fraunhofer IPA Workshop F 184)
S.85-117
Workshop "Chemische Nickelabscheidung in der Industriellen Anwendung" <2009, Stuttgart>
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Workshop)
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
REACH; RoHS; compliance; Umweltgerechte Produktentwicklung; China-RoHS; Japan J-MOSS; California-RoHS; Turkey-RoHS; Korean-RoHS; JIG 101; Umwelt; Elektrogerät; Produktentwicklung

Abstract
Inhaltliche Schwerpunkte:
· EU RoHS-Richtlinie, Stoffverbote für Pb, Hg, Cr (VI), Cd, PBB, PBDE in Elektronikprodukten (EEE)
· Internationale Stoffverbote (China, Japan, Korea, USA, Kanada, .usw.), JIG 101 in EEE
· EU REACH-Verordnung, Art. 33 und Anhang XIV; Weitergabe von Stoffinformation für besonders gefährliche Substanzen (SVHC).
Die weltweit gesetzlichen Umweltvorschriften sind komplex, länderspezifisch und erfordern ein hohes Maß an Flexibilität. Sie haben jedoch alle ein gemeinsames Ziel: ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sicherzustellen. Für die Produzenten von Elektro- und Elektronikprodukten sind insbesondere die RoHS- und REACh-Regularien von großer Bedeutung. Der Ursprung der weltweiten RoHS-Regularien geht auf die EU-Richtlinie 2002/95/EG "restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment" (kurz RoHS) zurück. Die RoHS beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Zu diesen Stoffen gehören Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, bromierte Flammschutzmittel wie polybromierte Biphenyle (PBB) und polybromierte Diphenylether (PBDE). Die ab 01.07.2006 noch erlaubten Maximalkonzentrationen der verbotenen Stoffe sind:
- 0,1 Gewichtsprozent für Pb, Hg, Cr(VI), PBB und PBDE sowie
- 0,01 Gewichtsprozent für Cd
- in homogenen Materialien/Werkstoffen.
Ausgehend von dieser Entwicklung in Europa sind ähnliche Regularien in anderen Ländern der Welt eingeführt wurden, wie zum Beispiel Japan, Korea, China, Kalifornien, Türkei). Allen gemeinsam ist, dass die Stoffe Blei, Quecksilber, Cadmium und sechswertiges Chrom in ihrer Verwendung in Elektro- und Elektronikprodukten beschränkt bzw. deklarationspflichtig sind. Ebenso unterliegen PBB und PBDE in jenen Ländern Beschränkungen, lediglich in Kalifornien sind sie nicht Bestandteil der RoHS. Neben den weltweiten RoHS-Regularien gewinnt die EU-Verordnung 1907/2006/EG über die "Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals" (kurz REACh) immer mehr an Bedeutung, insbesondere für die Elektro- und Elektronikbranche: anders als bei den RoHS-Regularien, ist hier die gesamte Lieferkette betroffen: nicht nur der einzelne Händler, sondern auch der Bauteillieferant oder dessen Händler. Ein wichtiges Thema für die Elektro- und Elektronikbranche stellen die "substances of very high concern" dar. Dies sind Stoffe, die in der sog. Kandidatenliste enthalten sind.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-110886.html