Fraunhofer-Gesellschaft

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Neues zu Internationalen Stoffverboten - weltweit GLOBAL RoHS

Update to the international restriction of hazardous substances
 
: Hornberger, Markus

Hornberger, Markus (Workshopleitung) ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart:
Review RoHS-Richtlinie und Integration von Medizingeräten (GK8) sowie Überwachungs- und Kontroll-Instrumenten (GK9) : 18. Juni 2009, Stuttgart
Stuttgart, 2009 (Fraunhofer IPA Workshop)
36 Folien
Workshop "Review RoHS-Richtlinie und Integration von Medizingeräten (GK8) sowie Überwachungs- und Kontrollinstrumenten (GK9)" <2009, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
RoHS; Stoffverbot; SVHC-Stoff; China-RoHS; California-RoHS; Japan J-MOSS; Korean-RoHS; REACH; Turkey-RoHS; Elektrogerät; Umwelt; Gesetzgebung

Abstract
Inhaltliche Schwerpunkte:
· EU RoHS-Richtlinie, Stoffverbote für Pb, Hg, Cr (VI), Cd, PBB, PBDDE in Elektronikprodukten (EEE)
· Internationale Stoffverbote (China, Japan, Korea, USA, Kanada, .usw.) in EEE
· EU REACH-Verordnung, Art. 33 und Anhang XIV; Weitergabe von Stoffinformation für besonders gefährliche Substanzen (SVHC).
Die weltweit gesetzlichen Umweltvorschriften sind komplex, länderspezifisch und erfordern ein hohes Maß an Flexibilität. Sie haben jedoch alle ein gemeinsames Ziel: ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sicherzustellen. Für die Produzenten von Elektro- und Elektronikprodukten sind insbesondere die RoHS- und REACh-Regularien von großer Bedeutung. Der Ursprung der weltweiten RoHS-Regularien geht auf die EU-Richtlinie 2002/95/EG "restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment", kurz RoHS) zurück. Die RoHS beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Zu diesen Stoffen gehören Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, bromierte Flammschutzmittel wie polybromierte Biphenyle (PBB) und polybromierte Diphenylether (PBDE). Die ab 01.07.2006 noch erlaubten Maximalkonzentrationen der verbotenen Stoffe sind:
- 0,1 Gewichtsprozent für Pb, Hg, Cr(VI), PBB und PBDE sowie
- 0,01 Gewichtsprozent für Cd
in homogenen Materialien/Werkstoffen.
Ausgehend von dieser Entwicklung in Europa sind ähnliche Regularien in anderen Ländern der Welt eingeführt worden (wie zum Beispiel Japan, Korea, China, Kalifornien, Türkei). Allen gemeinsam ist, dass die Stoffe Blei, Quecksilber, Cadmium und sechswertiges Chrom in ihrer Verwendung in Elektro- und Elektronikprodukten beschränkt bzw. deklarationspflichtig sind. Ebenso unterliegen PBB und PBDE in jenen Ländern Beschränkungen, lediglich in Kalifornien sind sie nicht Bestandteil der RoHS. Neben den weltweiten RoHS-Regularien gewinnt die EU-Verordnung 1907/2006/EG über die "Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals" (kurz REACh) immer mehr an Bedeutung, insbesondere für die Elektro- und Elektronikbranche: anders als bei den RoHS-Regularien, ist hier die gesamte Lieferkette betroffen: nicht nur der einzelne Händler, sondern auch der Bauteillieferant oder dessen Händler. Ein wichtiges Thema für die Elektro- und Elektronikbranche stellen die "substances of very high concern" dar. Dies sind Stoffe, die in der sog. Kandidatenliste enthalten sind.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-110885.html