Fraunhofer-Gesellschaft

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Einführung und Überblick zu REACh - aktuelle Umsetzung und nationale Feinheiten

 
: Hornberger, Markus

Westkämper, Engelbert (Hrsg.); Verl, Alexander (Hrsg.) ; Verein zur Förderung Produktionstechnischer Forschung e.V. -FpF-, Stuttgart; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart:
Praktische Umsetzung der REACh-Verordnung in Industrieunternehmen : Vorausschauendes unternehmerisches Handeln für alle Betroffenen der REACh-Verordnung, speziell der Endproduktehersteller: Elektro-, Automobil-, Medizingeräte- und Zulieferindustrie. Fraunhofer IPA Workshop, 17. Juni 2009, Stuttgart
Stuttgart, 2009 (Fraunhofer IPA Workshop F 179)
S.14-26
Workshop "Praktische Umsetzung der REACh-Verordnung in Industrieunternehmen" <2009, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
Europäische Union; EU-Verordnung; Chemikaliengesetz; Chemikalienrecht; REACH; SVHC-Stoff; chemischer Stoff; Chemikalie; Recht; Europa; Produkt (Erzeugnis)

Abstract
REACh steht für die die EU-Verordnung 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung und Zulassung von Stoffen. Die zentralen Punkte sind im Wort REACH bereits enthalten:
Registration - die Vorschrift ein technisches Dossier mit den Eigenschaften des Stoffes oder des Präparats unter bestimmten Umständen zu übermitteln
Evaluation - des technischen Dossier durch die Behörden
Authorisation and restriction - für den Gebrauch eines Stoffes oder Präparates
Of Chemicals
Mit der REACh-Verordnung ist das Chemikalienrecht im EU-Wirtschaftsraum neu geordnet worden. Die REACh-Verordnung ist am 01.06.2007 in Kraft getreten und ist unmittelbar verbindlich, d.h. sie muss nicht in nationales Recht umgesetzt werden. Die REACh-Verordnung ist aufgrund des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) auch in Norwegen, Lichtenstein und Island verbindlich. Ausnahme bildet die Schweiz, sie gilt als Nicht-EU-Ausland! Hier laufen jedoch die Bemühungen der Schweizer Behörden die Inhalte der REACh-Verordnung in nationales Recht umzusetzen bzw. dieses anzupassen.
- In der EU sind ca. 30.000 Unternehmen in der chemischen Industrie mit 1.9 Millionen Mitarbeitern
- bis 1981 gab es bereits über 100.000 unterschiedliche chemischen Stoffe
- ab 1981 sind nochmals 4.000 "neue" chemischen Stoffe hinzugekommen
- von 99% aller auf dem Markt befindlichen Chemikalien gibt es nur unzureichend Informationen zu deren Gefährlichkeit
- besserer Schutz von Mensch und Natur durch ein einheitliches Verfahren für die Beurteilung der Risiken von Alt- und Neustoffen
- verstärkte Kommunikation und Zusammenarbeit in der Lieferkette (Prinzip der geteilten Verantwortung)
- Übertragung der Verantwortung (Sicherheitsbeurteilung) von den Behörden auf die Industrie -> Beweislastumkehr.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-110434.html