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Ressourcen- und Klimaschutz in der Siedlungsabfallwirtschaft von Nordrhein-Westfalen

Zukünftige Potenziale und Entwicklungen
 
: Gallenkemper, B.; Becker, G.; Hams, S.; Flamme, S.; Walter, G.; Mutz, H.; Marzi, T.; Mrotzek, A.; Bertling, R.; Girod, K.
: Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz -MUNLV-, Düsseldorf; Institut für Abfall, Abwasser, Site- und Facility-Management e.V. -INFA-ISFM-, Ahlen; FH Münster, Labor für Abfallwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Umweltchemie -LASU-; Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik -UMSICHT-, Oberhausen

Düsseldorf: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 2008, 120 S.
Deutsch
Studie
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
North Rhine-Westphalia; municipal waste management; waste incineration; fermentation; biowaste; green waste; emission reduction; Climate protection; resource consumption; scenario; Nordrhein-Westfalen; Siedlungsabfallwirtschaft; Abfallverbrennung; Vergärung; Bioabfall; Grünabfall; Emissionsminderung; Klimaschutz; Ressourcenverbrauch; Szenario

Abstract
Aus dem Vorwort:
in Nordrhein-Westfalen fallen ca. 8 Millionen Tonnen Abfälle aus privaten Haushalten an. Die vorliegende Studie zeigt künftige Optimierungsmöglichkeiten zum Ressourcen- und Klimaschutz in der Siedlungsabfallwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen auf.
Die Abfallwirtschaft hat bereits mit dem Ausstieg aus der Deponierung biologisch abbaubarer Abfälle sowie mit der Fassung und Nutzung des Deponiegases der bestehenden Deponien einen sehr bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen geleistet. Durch dieWeiterentwicklung der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft werden zusätzliche Entlastungen für die Umwelt erreicht. Abfälle müssen in einem noch stärkeren Maß als Rohstoff- und als Energiequelle genutzt werden.
Die Ergebnisse der Studie werden in die Abfallwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen einfließen. Sie sind auch für die interessierte Öffentlichkeit, die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger und für die Betreiber der Abfallentsorgungsanlagen von Interesse; die Erkenntnisse können bei ihren zukünftigen Entscheidungen berücksichtigt werden.
In der Studie wird u.a. das Potenzial zur Verminderung von Treibhausgasemissionen durch eine Ausweitung der Erfassung und Optimierung der Behandlung von Bio- und Grünabfällen untersucht. Während Bioabfälle hauptsächlich stofflich verwertet werden sollten, kommt bei Grünabfällen auch eine energetische Verwertung geeigneter Teilströme in Betracht. Der bei der stofflichen Verwertung erzeugte Kompost kann Torf ersetzen und somit zum Ressourcenschutz beitragen. Zudem werden durch den Einsatz von Komposten Rohphosphate eingespart.
Positive Aspekte auf den Ressourcen- und Klimaschutz hat auch eine erhöhte Abschöpfung von Papier, Pappe und Kartonagen. Die Erfassung von Altpapier findet in Nordrhein-Westfalen allerdings bereits auf einem sehr hohen Niveau statt.
Auch bei den Hausmüllverbrennungsanlagen bestehen noch Möglichkeiten zur Verminderung von Treibhausgasemissionen. In der Studie werden Szenarien untersucht, in denen eine Steigerung des erzeugten Stroms sowie der abgegebenen Wärme angenommen wird. Maßnahmen, die kurzfristig umgesetzt werden können und solche, die eine längere Zeit und zum Teil auch höhere Investitionskosten erfordern, sind hier zu unterscheiden.
Die Ergebnisse der Studie sind außer für die Abfallwirtschaft auch z.B. für die Biomassestrategie des Landes Nordrhein-Westfalen relevant und werden dort Eingang finden.
Die Erstellung der Studie hat ein Expertenkreis mit Vertretern aus Verbänden der kommunalen und privaten Entsorgungswirtschaft, des Landesumweltamtes sowie derWissenschaft intensiv begleitet. Ich möchte mich bei den Mitgliedern des Expertenkreises für ihre Mitarbeit und Unterstützung bedanken.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-103888.html