Fraunhofer-Gesellschaft

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Zahnoberfläche nach Fluoridierung

Abschließender Sachbericht FKZ 2658A/0087B
 
: Petzold, M.; Berthold, L.; Cismak, A.; Morawietz, K.

Halle, 2002, 17 S.
Deutsch
Buch
Fraunhofer IWM ()
Kariesprophylaxe; Fluoridierung; humaner Zahnschmelz; REM; TEM; Atomic Force Microscopy (AFM); Aminfluorid; Natriumfluorid

Abstract
Im Rahmen des Vorhabens wurde die Entstehung von Fluoriddepots bei der topikalen Einwirkung von Fluoriden in vitro auf humanen Zahnschmelz untersucht. Berücksichtigt wurden Lösungen von Natriumfluorid, des Aminfluorids Olaflur sowie von Natriummonofluorphosphat. Die Untersuchungen konzentrierten sich schwerpunktmäßig auf für Zahnpasten typische Fluoridkonzentration von ca. 1000 ppm und Einwirkungsdauern im Bereich von wenigen Sekunden bis wenigen Minuten, wobei der pH-Wert über eine Pufferlösung definiert eingestellt wurde. Für die Analyse der auftretenden Prozesse und Reaktionsprodukte wurden zunächst Verfahren der Transmissionselektronenmikroskopie, der Rasterelektronenmikroskopie, der atomaren Rasterkraftmikroskopie und der energiedispersiven Röntgenanalyse (nanospot-EDX) sowie der zugehörigen Präparationstechniken weiter entwickelt und entsprechend angepasst. Es konnte gezeigt werden, dass Behandlungen mit Natriumfluorid und das Aminfluorid Olaflur unter geeigneten Bedingungen ber eits nach wenigen Sekunden Einwirkungsdauer zur Bildung von Reaktionsprodukten führen, denen eine Rolle als Fluoriddepot auf der Zahnoberfläche zugesprochen werden kann. Einen wesentlichen Einflussfaktor stellt dabei der pH-Wert dar, wobei in saurer Umgebung (pH< 5,5) eine deutlich intensivere Reaktion auftritt. Für Natriummonofluorphosphat wurde keine vergleichbare Reaktion beobachtet. Es konnte gezeigt werden dass die gebildeten Präzipitate eine nanokristalline Mikrostruktur auf Basis des CaF2-Gitters aufweisen. In der Analyse wurden für das auf der Zahnoberfläche abgeschiedene Material beträchtliche Anteile an Phosphat, darüber hinaus Spuren von Natrium und Magnesium nachgewiesen. Die chemische Zusammensetzung ist dabei z.T. von den Bildungsbedingungen abhängig, variierte jedoch nicht im Vergleich Natriumfluorid und Olaflur.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/H-4291.html