Fraunhofer-Gesellschaft

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Blaskappen glattgetrennt. Ein neues Verfahren für die Praxis

 
: Döll, W.; Beinert, J.; Roth, M.; Rose, D.

Deutsche Glastechnische Gesellschaft -DGG-, Frankfurt/Main:
68. Glastechnische Tagung 1994. Kurzreferate
Bad Salzdetfurth, 1994
pp.28-31
Glastechnische Tagung <68, 1994, Bad Salzdetfurth>
German
Conference Paper
Fraunhofer IWM ()
Blaskappe; Glasbearbeitung; Hohlglas; Lasertrennen; thermisches Trennen

Abstract
In der Fertigung von Wirtschaftsgläsern (Kelch- und Bechergläser) müssen die Blaskappen bisher in einem vielstufigen Prozeß abgetrennt bzw. nachbearbeitet werden: mit dem Schneidrad angeritzt, in Flammen abgesprengt, Trennflächen geschliffen, gespült, getrocknet werden, bevor die Mündung verrundet werden kann. Hauptursache dafür ist, daß die durch Flammen erzeugten Trennflächen nicht genügend eben sind, darüberhinaus häufig Ausbrüche bzw. Zwickel aufweisen, so daß bis zu 1-2 mm Glas abgeschliffen werden muß. Die entstandenen Schleifschlämme belasten die Umwelt und müssen deshalb kostenaufwendig entsorgt werden. Wie intensive Untersuchungen zu Bruchvorgängen in Gläsern gezeigt haben, können ebene glatte Bruchflächen durch Sprödbruch und besonders günstig durch Anwendung von thermisch induzierten Spannungen erzeugt werden. Die prinzipiellen Hintergründe zum Thermoschock von Hohlzylindern bezüglich zeitlichen Verläufen von Temperatur, Spannung und Spannungsintensitätsfaktoren, die die Riß ausbreitung steuernd bewirken, wurden aufgezeigt. In die Praxis umgesetzt wurde das Verfahren mit einem CO2-Laser als Wärmequelle und speziellen Zusatzeinrichtungen, die das erforderliche zeitlich und energetisch genau abgestimmte Einwirken zum Erzeugen ebener, glatter Trennflächen ermöglichen. Das Verfahren zeichnet sich durch umweltschonende (kein Glas- und Schleifschlamm) und wirtschaftliche Vorteile aus.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-6793.html