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Die Biegeeigenschaften als Prüfkriterien zur Beurteilung der Feuchtebeständigkeit von Holzfaserplatten?

 
: Gressel, P.; Boehme, C.

Holz-Zentralblatt 118 (1992), No.32, pp.521-525
ISSN: 0018-3792
German
Journal Article
Fraunhofer WKI ()
Biegeeigenschaft; Dickenquellung; Feuchtsbeständigkeit; Hartfaserplatte; MDF; Restquellung; Wasseraufnahme

Abstract
Erfahrungsgemäß führte eine Feuchtebehandlung einer Holzfaserplattenprobe zu einer Verringerung seiner Biegeeigenschaften. Auch die Rücktrocknung befeuchteter Proben auf die Ausgangsfeuchte war mit einer deutlichen Reduzierung der Biegeeigenschaften verbunden, die jedoch geringer war als bei der Naßprüfung. Etwas überraschend war, daß eine zweimalige Kaltwasserlagerung (mit Vakuumvorbehandlung) mit einer dazwischenliegenden Rücktrocknung bei 105 Grad C bis zum Ausgangsgewicht an den im Naßverfahren hergestellten Holzfaserplatten zu fast identischen Ergebnissen führte wie eine einmalige Kochwasserlagerung der Biegeproben. Hier scheint die Durchfeuchtung der Holzfaserplatten eine größere Rolle zu spielen als die Temperatur des Wassers, in dem die Proben gelagert werden. Die Prüfung der Biegeeigenschaften nach einer Feuchtlagerung bzw. nach deren Rücktrocknung gibt einen Hinweis auf die zu erwartende Festigkeit bzw. E-Modul-Verringerung der verschiedenen Holzfaserplatten. Ob sie jedoch zu r Differenzierung von Holzfaserplatten-Fabrikaten ausreicht, muß aufgrund der erzielten Ergebnisse bezweifelt werden. Hinsichtlich der Dickenquellung und Wasseraufnahme bei Naßprüfung bestanden zum Teil deutliche Unterschiede, die bei den Biegeeigenschaften dieser Platten nicht erkennbar waren. Insbesondere scheint durch die Erfassung der Restquellungen (nach Rücktrocknung der nassen Proben) eine Differenzierung der verschiedenen Fabrikate möglich.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-6582.html