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Wissensbasiertes Selbstheilungs- und Diagnosesystem für CNC-Koordinatenmeßgeräte

 
: Steger, W.

Berlin: Springer, 1994, 138 pp.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 1993
IPA-IAO Forschung und Praxis, 192
ISBN: 0-387-57829-3
German
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
CNC-Koordinatenmeßtechnik; Diagnoseverfahren; Koordinatenmeßgerät; Selbstheilungssystem; wissensbasiertes Diagnosesystem

Abstract
Ein wesentlicher Aspekt der TQM-Philosophie ist die Einbindung qualitätssichernder Funktionen in die flexible Produktion. Auf der operativen Ebene werden deshalb vermehrt CNC-Koordinatenmeßgeräte direkt in den Material- und Informationsfluß der Fertigung eingebunden. Bei ihrer Integration sind einerseits allen Fertigungsmaschinen gemeine anderseits meßgerätespezifische Aspekte der Verfügbarkeit zu berücksichtigen. Diese werden herausgestellt,durch Ausfalluntersuchungen belegt und in ein Anforderungsprofil an ein informationstechnisches System zur Verfügbarkeitssteigerung überführt. Die Forschungsarbeit beschreibt ein solches System, das insbesondere auf den Einsatz in der automatisierten Fertigung, die Bewältigung eines spezifischen Ausfallverhaltens, den Aufbau eines Selbstheilungspotentials mit vorhandenen Mitteln und die Reduzierung von Ausfallzeiten im Diagnosefall ausgerichtet ist und im konkreten Störfall aktiv wird. Die Möglichkeiten, der Nutzen und die Einordnung eines solchen Systems im Vergleich zu präventiven Instandhaltungsmaßnahmen oder konstruktiven Verbesserungen am Meßgerät werden diskutiert. Das entwickelte Informationsmodell besteht aus den beiden Funktionsblöcken Selbstheilung und Diagnose, die je nach Vorklassifikation eines von der Steuerung des Koordinatenmeßgerätes zugeleiteten Störfalls aktiviert werden. Zuerst wird mit Selbstheilungsstrategien versucht, die Störung ohne Betriebspersonal zu beheben, was durch schrittweises Planen, Anzeigen und Ausführen einzelner Aktionen (NC-Programme in neutralem Format) geschieht. Einfache, selbstheilbare Ablaufstörungen stellen zwar mit ca. 75% aller Unterbrechungen den zahlenmäßig größten Anteil am Störfallaufkommen, sorgen aber jeweils nur für kurze Unterbrechungen. Für die übrigen Störfälle gilt das Gegenteil. Die Entwicklung eines Diagnosemodells für die Behandlung tiefgehender Meßgerätefehler muß deshalb als mindestens gleichwertig betrachtet werden. Unter der Prämisse der Störzeitminimierung tritt

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-59442.html