Fraunhofer-Gesellschaft

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Verfahrensprüfstand für das Bearbeiten mit Industrierobotern

 
: Schlaich, P.

Berlin u.a.: Springer, 1994, 114 pp.
Stuttgart, Univ., Diss., 1994
IPA-IAO Forschung und Praxis, 201
ISBN: 3-540-58510-9
German
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Auswahl; Bearbeitungsverfahren; Datenbank; Industrieroboter; Modellmethode; Modellsimulation; Prüfanlage; Prüftechnik; Prüfung; Roboter; simulation; Verfahrensprüfstand; Verfahrenswahl; Zerspanen; Zerspanleistungsermittlung; Zerspanverhalten

Abstract
Der Industrieroboter wird heute für vielfältige Bearbeitungsaufgaben wie dem Entgraten, Gußputzen oder der Oberflächenbearbeitung eingesetzt. Verglichen mit anderen Applikationen, wie etwa dem Schweißen oder der Montage, ist die Gesamtanzahl an erfolgreichen Applikationen jedoch relativ gering. Durch eine Anwenderbefragung wird gezeigt, daß die Ursachen hierfür weniger in der fehlenden Verfügbarkeit technischer Lösungen liegen, sondern vielmehr in der aufwendigen Programmerstellung und insbesondere in einer langwierigen Inbetriebnahmephase. Die Dauer der Inbetriebnahmephase wird primär durch unzureichende Bearbeitungsergebnisse verursacht und ist auf falsch gewählte Zerspanparameter oder ungeeignete Bearbeitungsverfahren zurückzuführen. Aufgabe des entwickelten Verfahrensprüfstandes ist es daher, den Anwender bei der Verfahrensauswahl und Verfahrensoptimierung praxisgerecht zu unterstützen. Zunächst werden Qualitätskriterien entwickelt, welche die Bearbeitungsverfahren selbst, als auch das Bearbeitungsergebnis objektiv bewertbar machen. Durch diese Qualitätskriterien ist es möglich, konkurrierende Bearbeitungsverfahren vergleichend zu bewerten und so den Anwender bei der Verfahrensauswahl zu unterstützen. Die Konzeption des Verfahrensprüfstandes ist so ausgelegt, daß durch einen automatisierten Versuchsablauf ohne Bedienereingriff zeitintensive Zerspanversuche durchführbar sind. Somit können einerseits Zerspandatenbanken erstellt werden, um eine Übertragbarkeit auf ähnliche Applikationen zu ermöglichen. Andererseits kann ein Bearbeitungsverfahren über eine Optimierungsstrategie zielgerichtet hinsichtlich des Bearbeitungsergebnisses optimiert werden. Die praktische Anwendung des Verfahrensprüfstands wird anhand einer Aufgabenstellung aus der Schmuckbranche gezeigt. Zum Schleifen von Goldringrohlingen wird die Verfahrensauswahl und -optimierung exemplarisch durchgeführt. Hierbei werden die Vorteile des Prüfstandes gegenüber der konventionellen Verfahrensentwicklung au fgezeigt.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-58761.html