Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Ein Verfahren zur kostenorientierten Produktionsprogramm- und Kapazitätsplanung bei losweiser Montage

 
: Kurz, J.

Berlin: Springer, 1994, 124 pp.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 1993
IPA-IAO Forschung und Praxis, 196
ISBN: 0-387-57971-0
German
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Fertigung; Flexibilität; Kapazitätsplanung; Kosten; Losgröße; Montage; Planung; PPS-System; Produktionsprogramm; Produktionsprogrammplanung

Abstract
Die Aufgabe der Produktionsprogrammplanung ist - bei losweiser Fertigung - die Umsetzung eines Vertriebs- oder Absatzplans in ein Produktionsprogramm. Bekannte Verfahren der Produktionsprogrammplanung bilden die damit verbundene Problemstellung insbesondere der Montage nicht ausreichend ab, da sie die vorhandene Flexibilität der Personalkapazität nicht nutzen und die Vermeidung von Kapazitätsengpässen nicht in der Kostenzielfunktion verankert ist. In der vorliegenden Arbeit wird daher ein neues Verfahren entwickelt, das der Anforderung nach Bildung eines "kostenoptimalen Produktionsprogramms" wesentlich besser gerecht wird, als die bekannten Verfahren. Auf der Basis einer genauen Abbildung der entscheidungsrelevanten Kosten, das sind im Rahmen der Produktionsprogrammplanung Bestands-, Rüst- und Opportunitätskosten, werden die Teilfunktionen "Auftragsbildung" und "Kapazitätsabstimmung" der Produktionsprogrammplanung völlig neu gestaltet. Die wesentlichen Neuerungen des Verfahrens dabei sind die Abbildung entstehender Kapazitätsengpässe in Form von Opportunitätskosten, die in der Zielfunktion des Verfahrens zusätzlich zu Bestands- und Rüstkosten betrachtet werden, die Ausnutzung der Flexibilität der Personalkapazität durch bedarfsgerechte Zuordnung des Personals zu den Montagesystemen und eine simultane Planung von Aufträgen und Kapazitäten. Durch Gliederung des Montagebereichs nach Produktgruppen können gezielt Kapazitätsengpässe ermittelt werden und durch Zuordnung zusätzlichen Personals gemildert oder komplett bereinigt werden. Gleichzeitig werden auch Überkapazitäten, die zu einem überproportionalen Aufbau von Beständen bestimmter Produktgruppen führen würden, ermittelt, ausgewiesen und dahin verschoben, wo der geringste Bestandsaufbau verursacht wird. Dieses heuristische Verfahren wurde beispielhaft in Form eines Datenverarbeitungsprogramms realisiert und in ein System der Produktionsplanung und -steuerung (PPS-System) integriert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-58747.html